Athiahe 1
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Athiahe 1

1. Das Grau des Vergessens seht ihr, dichten Schleier, steinerne Wand. Des Nichtmehrfühlens verwelcke Blume stellt ihr euch auf, dürren Halm, wesenlos längst.

2. Der offenen Münder Sprachlosigkeit lauscht ihr, der stummen Stimme, die verklang. Des losen Sandes Menge wollt ihr sammeln in offenen Händen, rasches Verfliegen, haltloses Tun.

3. Mit kühlen Fragen schleppt ihr euch ab wie mit nassen Säcken, ziellos getragen, eitel geschnürt. Die Antworten findet ihr nicht; Die Antworten geben die Götter, kein Mensch.

4. Der Götter zu glauben ist glauben, nicht wissen - so sprecht ihr. Ich aber sage euch: Nichts wißt ihr noch werdet jemals ihr wissen; was zu wissen ihr vermeint, das glaubt ihr doch bloß. Im glauben der Götter ruht die Gewißheit.

5. Was Menschenwerk zu Menschenwerk trägt und fügt, das bleibt klein. Wo aber Gotteskraft durch den Menschen wirkt, mit Glaubensgewißheit - da gedeiht Großes. 


 

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§Haftung§

28. Juli 2010 20:13:52 +0200