Wola 1
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Wola ( Bruchstück Nr.1 )

1. Den Weg habe ich nicht gesehen, wohl aber das Ziel. Hinter den Wolken des Himmels liegt es, hinter dem Auslauf der Sterne ist es; keiner schaut es mit irdischem Auge.

2. Die Zeit habe ich gesehen, nicht aber den Pfad. Gerade Bahn scheint sie zu haben, von Anfang bis Ende zu führen - und ist doch ein Ring. Des eigenes Anfangs und Endes vergass sie, die Zeit.

3. Die Räume habe ich gesehen, nicht aber die Wege hindurch. Die Räume umschließt der Zeiten Ring, umschließt sie von allen Seiten zugleich - so wird beides zu Kugelform.

4. Der Gedanken habe ich viele gesehen, doch nicht deren Wege. Viele Bilder entstehen, wo Gedanken sind. Sie wandern über den Himmel und über den Zeitlauf hinaus - so bauen sie ihr eigenes Land.

5. In die Gefilde der Träume habe ich geschaut, die Pfade darin aber entdeckte ich nicht. Während der Stunden des Schlafes lösen die Geister der Menschen sich aus den Leibern, um nach Traumland zu gehen; viele verirren sich dort, manche tauschen einander.

6. Das Ziel aller Wege habe ich gesehen: es liegt hinter allem, was ist, im ewigen Licht.

7. Die Wege indessen, die habe ich nicht gesehen - denn es gibt sie nicht. Ein jeder Mensch ist sich selbst sein Weg. Er findet ihn, findet er sich. 

 

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28. Juli 2010 20:13:52 +0200