Kapitel 14
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14

 

(1)     Das Betragen und die Reden so manchen Trägers eines  unreinen  Malzeichens einerseits - wie  anderseits  auch  das  Zureden, die  Hinweise, Bitten und Mahnungen derer, die als Bewohner  reinerer  und  lichterer Welten des Jenseits opferfreudig her kamen und unter Überwindung ihrer selbst den Leib einer bestimmten Welt annahmen, um von  denen  gesehen und gehört werden zu können, denen ihr Bemühen und Werktätigkeit galt, zog immer mehrere Zuhörer herbei, und schon sah ich  in  mancher Seele, deren gehabtes unreines Malzeichen von einst unter  dem  Lichte des sich auf Erden erworbenen Malzeichens  ihrer  guten Werke fast  am Verlöschen war - allerlei Zweifel aufkommen und unter ihrer Einwirkung auch so manche Unreinheit ihres alten Malzeichens wieder aufleben.

(2)     Das sehend, erschrak ich heftig aufs neue, erkannte  aber  also­gleich, daß  dasselbe  auch  jene  wahrnehmen, die sich um  die  ihnen Widersprechenden bemühten, denn sie wandten  sich  von  diesen ab  und jenen zu, in denen sie die Zweifel aufleben sahen.

(3)     Ich aber sah an dem ganzen Wesen so mancher der redenden  Träger eines unreinen Malzeichens, daß keine  reinere  und  lichtere Welt sie aufnehmen kann, ja daß ihr weiteres Verbleiben  in  der  Welt, in  der sie aus ihrem Schlafe geweckt wurden und aus  deren  Dingen  ihr  Leib aufgebaut war, kraft ihrer seelisch - geistigen Einstellung  bereits un­möglich geworden ist, denn schon sah ich ihren  Leib  allmählich  verflüchtigen, sie selbst wie trunken und wie im halben  Bewußtsein  taumeln - und siehe - schon wurden sie wie  von  einer  unwiderstehlichen Kraft gehoben, verloren noch im Bereiche der Grenzen' der von ihnen bis dahin bewohnten Welt ihren Leib unter sichtbaren Leidenserscheinungen, und alsbald nahm sie eine der licht ärmeren und unreineren  Welten  des Jenseits auf.

(4)     Ich aber fiel nieder, und unsagbar tief ergriffen bat ich in der Seele und im Geiste, Der allgütige Gott  möge, jenen  unreinen  Gedanken mir vergeben und keinen solchen mehr in mir aufkommen lassen, daß   Er es sei, Der solchen böswilligen Menschenseelen Selbst Welten   geschaffen habe, die ihnen den Weg zu dem alten Drachen, Verderber  und Satan ermöglichen, denn durch das Gesehene und Gehörte habe ich erkannt, wie unerläßlich und unumgänglich notwendig auch die Schöpfung  solcher  Welten des Jenseits war und ist, die das finstere und unreine Wesen  der Böswilligen aufnehmen und sie daran hindern, ihre Bosheit in reinere  und lichtere Welten des Jenseits zu tragen, um dort jene zu verderben, die guten Willens sind.

(5)     Aufschauend sah und hörte ich den Bemühungen, Erklärungen,  Fingerzeigen, Weisungen, Bitten, Mahnungen und  Predigten  zu, welche die reineren und lichteren Helfer den weiter erwachten, erweckten und  mit dem Leibe einer der neunundvierzig Welten angetanen Seelen  angedeihe: ließen – und schon sah ich auch viele und sehr viele der  erwachten  und  belehrten Menschenseelen sich erheben, um den Weg zur  Erde  zu  nehmen denn in ihnen erwachte die Sorge  um  jene, die auf  Erden  die  Ihre: sind.

(6)     Daß alle Seelen erkenntnisfähigen Geistes, die einmal durch das Reich der Erde als Menschen gegangen sind, nach freiem Willen von jeder Welt des Jenseits, wie  auch  aus  der  wahren  Welt  des Reiches Gottes  auf die Erde und wieder in  ihre  eigene  Welt  gelangen können, daß sie die Menschen auf Erden (wie auch die Tiere und Pflanzen dort), zwar nicht irdisch, also nicht ihren irdischen, sondern allein ihren seelischen Leib und Geist sehen, die Ihren  erkennen  und  sich ihnen durch geeignete Mittler, gelegentlich und unter  gegebenen  Umständen auch auf allerlei andere Art und Weise mehr öder minder deutlich mitteilen können, wußte ich bald, nachdem die Seelen der ersten  auf  Erden  verstorbenen Menschenscharen in das Jenseits eingegangen sind, wie auch, daß schon diese ersten Menschenscharen auf Erden  in  ähnlicher   und gleicher Verbindung mit den reinen Kindern Gottes .in  Verbindung standen.

(7)     Nun aber wußte ich auch schon einige der  unreineren  und  lichtarmen Welten des Jenseits bewohnt,  denn  im  Verlaufe  der  Zeiten  meines Schauens, Hörens und Betrachtens all der Vorgänge, haben  neue,  wohl unbedeutend kleine Gruppen Seelen mehr oder minder unreinen,  einzelne aber auch mehr oder minder finsteren Malzeichens,  eine  oder  die andere der neunundvierzig Welten verlassen, und ihrem Wesen entsprechende Wollen des Jenseits bezogen.

(8)     Und da ich hinsah, siehe, auch von ihnen verließen nicht  wenige ihre Welten, um auf der Erde unter den Menschen Umschau zu halten, kamen nach Zeiten wieder zurück mit  allerlei  Mitteilungen,   gingen dann mit ändern Ihresgleichen zur Erde, kamen zurück und  berichteten Wahres, aber auch Erlogenes über alles das, was ihnen unter den irdischen Menschen zu beobachten und wahrzunehmen gelungen sei; inzwischen trafen aus den neunundvierzig Welten des Jenseits weitere Seelen ein­zeln, mitunter aber auch in kleineren Gruppen dort ein, die jedes mal mit Jubel der andern aufgenommen wurden.

(9)     Dann aber sah ich, daß so manchen der  Böswilligen  seine  Welt nicht entsprach, daß sein Trachten nach einem noch  unreineren Schaffen und Wirken ging, und alsbald sah ich einige in einer ihrem Trachten und Wollen entsprechenden anderen  Welt, die  ihnen  nach  Zeiten aber wieder nicht genügend unrein und finster war,  Und  also sah ich sie von Stufe zu Stufe dem Verderben entgegengehen.

(10)  Die ganze Reihe der von Stufe zu Stufe unreineren, immer lichtärmeren und steigernd düster - finstereren Welten des Jenseits, die ich vor Zeiten alle bis zur Mitte jener neunundvierzig Welten des  Schlafes leer und unbewohnt fand, bekam von dieser Mitte des Jenseits  aus nach und nach Bewohner; wohl war immer noch die weit, weitaus größere Zahl solcher Welten leer wie zuvor, da aber das Streben einzelner auch so manchen der ihnen Zugeneigten wie unaufhaltbar mitzog, mussten sie in ab sehbar ein Zeit verlaufe schließ­lich doch in jene wie drohend düstere und finstere Welt  des   Jenseits gelangen, von der aus ich den Pfuhl höllischer Finsternis,  den   alten Drachen-Satan, die Seinen und das Treiben aller dort geschaut habe.

(11)  So im Geiste zurückschauend und die  Zeitverläufe,  die  seitdem  verflossen und der Ewigkeit eingeschlossen wurden., fühlend und sie in  der Seele ermessend, habe ich erkannt, daß sie . mit  wiedermals  tausendmal zehntausend  irdischen  Jahren  richtig  verglichen  sind; ich nahm  im Geiste dazu die im Schauen vorher, seitdem ich die ersten Menschenscharen auf der Erde leben und wirken gesehen habe, verflossenen Zeiten und wußte nun, daß seitdem rund dreitausendmal zehntausend Jahre  vergangen sind, ein Zeit v er lauf, der vielen irdischen Menschen schier wie  unendlich dünkt.

(12)  Mir aber, der ich alles das gesehen, gehört und mit erfühl t  habe, kam es' vor, als wäre alles das vorgestern, gestern  und  heute, und  so ich diesen Zeitverlauf mit den Zeiten im Geiste verglich, die seit  der Erschaffung der wahren Welt des Reiches  Gottes  für uns und  seit dem von Ihm für uns geschaffenen Anfange bis zum Auszuge der vom Satan verdorbenen. Kinder  Gottes  verflossen sind, habe ich erkannt, daß alle diese dreitausendmal zehntausend Jahre sich in keiner Art   und Weise mit jenen Äonen von Zeiten vergleichen lassen, die wir, in  seligem Frieden schaffend, in der wahren Welt des Reiches  Gottes  gelebt haben, denn mit jenen Äonen von Zeiten verglichen, sinkt  die  Bedeutung der dreitausendmal zehntausend  irdischen  Jahre  nicht  einmal , zu einem Augenblick zusammen.

(13)  Ich habe die Ewigkeit, die allein vom Lichte und  der  Kraft  des . heiligsten Wesens, Geistes und Lebens  Gottes  durchdrungene Leere der Unendlichkeit und Ihn Selbst im Lichte Seiner Kraft vor der  Schöpfung der wahren Welt Seines Reiches und vor dem  für  uns  geschaffenen Anfange durch Seine Gnade schauen können - bin dazu in der mir eigenen Fähigkeit  von  Ihm  würdig  gefunden worden, ich Unwürdiger, der ich so manchen Seher kenne,  dessen  Fähigkeit sicher nicht kleiner ist, und der vielleicht fähiger  wäre,  alles . das  Gesehene,  Gehörte, , Erlebte und Erfühlte in  besserer,  schönerer und verständlicher erhabeneren Weise aufzuschreiben, als  mir  es  beim besten Willen möglich ist.

(14)  Die im Gesicht gegebene Offenbarung  aber, welche  die  Ewigkeit umfasst, kann nur einen verschwindend kleinen Bruchteil all des  Gesehenen, Gehörten, Gefühl ton und Miterlebten in der  Schrift   wiedergeben, denn sollte alles das geschrieben werden, müßte der Seher und Schreiber , abertausende von Jahren leben und schreiben - und ich glaube, daß er auch dann nicht entsprechen würde; deshalb und darum schreibe ich allein das, was jedem erkenntnisfähigen  Geiste, der guten Willens, ist, zur wahren Gott - und  zur  wahren  Selbsterkenntnis und in der Erkenntnis Der ewigen Wahrheit zum Heile des wahren ewigen Lebens gereicht.

(15)  Wer Den guten Willens erkennt, Der allein Die ewige Wahrheit, Das wahre Licht, Das wahre ewige Leben, Der Anfang, Die ewige Güte,  Liebe, Erbarmung, Vergebung, Gerechtigkeit und Selbstaufopferung ist, und  von Dem nichts Böses kommen kann, der muß auch von dem Sein des Widersachers wissen, von dem  alten Drachen und Satan, von dem Vater der Lüge und aller Bosheit, der, auf dem Throne seines finsteren höllischen Pfuhles sitzend,  so  sich gebärdet, als wäre er  Gott, und von dem nichts Gutes kommen kann, weil er in seiner Verlogenheit, Bosheit und in seinem Hasse rachgierig wider alles wütet, was  Gottes  ist.

(16)  Dieser finstere Widersacher  Gottes weiß es  wohl und ungleich besser als manche Schar der  Kinder  Gottes, daß  es  nur Einen wahren, allgütigen, ewigen Gott und  Vater alles  Lebens (auch des Lebens des alten Drachen) gibt; er weiß es besser als viele andere, daß von Gott, Dem Vater - alles Lebens, nichts  kommen kann, was auch  nur  entferntest  wider die   unwandelbar - unveränderlichen Eigenschaften des heiligsten Wesens und Geistes Gottes auch  nur schattenweise gerichtet wäre, und Ihnen nicht  vollkommen entsprechen würde.

(17)  Gerade deshalb aber behauptet der alte Drache den von  ihm Verdorbenen und Seingewordenen gegenüber, er  sei  der  wahre  Gott, der keinen anderen neben sich duldet, weil  er  Großes, zuvor  nie  Dagewesenes schafft und nicht allein den  Schlüssel  des  Lebens  sondern auch die Schlüssel des Todes in seiner Hand  hätte, welche. Behauptung eine der  größten 'seiner  Lügen ist, da es  für  alles  Seiende Seelisch-Geistige allein das von und aus  Gott  empfangene   Leben gibt, niemals aber einen Tod der Vernichtung und des Nichtseins.

(18)  Das einmal von und aus Gott empfangene Leben bildet mit  dem Geiste, dem es in der wahren Welt des Reiches Gottes an dem  von Ihm geschaffenen Anfange gegeben ward, und mit dem seelischen Körper, dessen untrennbares Eigen der Geist ewiglich ist, Eine Dreieinigkeit – Dreifaltigkeit : Seele – Geist - Lebe n eines jeglichen seelisch –geistig - lebendigen Wesens, und dieses,  weil es   als Seele und Geist seines eigenen ewigen Seins ist und  die  Kraft   des ewigen Lebens, von und aus Gott einstens empfangen hat, ist unverlierbar, unzerstörbar und unvernichtbar.

(19)  Dem ewigen Wesen der Seele und des Geistes das einmal empfangene Leben zu nehmen, vermag niemand, auch Gott nicht ! - weil  es  Sein Leben ist, kraft dessen alles Seelisch-Geistige lebt, und Er das geschenkte, von den Beschenkten getragene Leben niemals  mehr  zurücknehmen  kann und nicht zurücknehmen wird, weil Er Die ewige Wahrheit ist.#

(20)  Wie der Geist von dem ihm ewiglich eigenen Wesen der Seele  und diese von dem ihr ewiglich eigenen Geiste untrennbar  ist,   genauso untrennbar ist das Leben von den beiden, mit denen es eine  untrennbare, unzerstörbare und unvernichtbare

Dreieinheit eines seelisch - geistig-lebendigen Wesens ist.

(21)  Die wahre Welt des Reiches  Gottes  kennt allein das wahre ewige Leben der Seligkeit und des Friedens in schönem, reinem  und erhabenem Schaffen und Wirken für einander, Gott  und  einander  zur Freude; in der wahren Welt des Reiches  Gottes  gibt es an Kräften und Dingen nichts, was das .dort lebende, wirkende  und schaffende Seelisch-Geistige, wie auch den dort getragenen himmlischen Leib auch nur  im  geringsten  irgendwie  bedrängen  und  ihm  nachteilig werden könnte.

(22)  Von dort sind schier unzählbare und unübersehbare  Scharen  ausgezogen, um dem großsprecherischen Vater der Lüge und der Bosheit nachzugehen; sie haben ihn und seine teuflische Schöpfung aber nicht erreichen können - und sind in der weltenlosen Leere samt jenen  gestorben, die zu ihrer Rettung mitgegangen- sind.

(23)  War aber dieses ihr einstiges Sterben, war es der Tod  der  Vernichtung und des Nichtmehrseins ? Hat dieses Sterben  dem  ewigen  Sein der Seele, des Geistes und des Lebens ein Ende bereiten können ?

(24)  Nein ! - Denn sonst wäre dieselbe Seele mit demselben ihren Geiste und Leben nicht lebendig da auf Erden; unmöglich wäre es, daß  wir  da waren und mit uns alles das Lebendige der Seele und  des  Geistes; daß wir aber da. sind, ist das sprechendste und unwiderlegbare Zeugnis unse­res ewigen Seins, ein Zeugnis, daß ein  jegliches  Wesen der Seele und des Geistes nicht Gott zum Schöpfer hat, sondern daß es seines eigenen ewigen Seins ist, ein Zeugnis, daß das Sterben kein Tod der Vernichtung  und   des Nicht mehr seins ist, sondern ein Weg, ein Tor und ein Eingehen in  eine andere von Gott für uns. geschaffene Welt zum Leben in einem  ändern der uns gebührenden Welt angepassten Leibe.

(25)  Daß wir als Seele und Geist keine Schöpfung Gottes sind, bezeugt am deutlichsten und unwiderlegbar nicht  allein  die unendliche Mannigfaltigkeit und schwere Unvollkommenheit des Wesens der Seele und des Geistes, sondern ungleich mehr noch auch das Teuflische der Seele erkenntnisfähigen Geistes, der Satan als Vater der Lüge und aller Bosheit, der Widersacher  Gottes  ewiger Wahrheit, seine Teufel  und alle Menschen, die ihm anhangen und an seinen teuflischen Gelüsten Gefallen finden.

(26)  Unser einstiges Sterben war der Verlust unseres gehabten himmli­schen Leibes, und wir kommen alle nach und nach, ein jeglicher ein einzigesmal in das Irdische dieser Welt, um da zum Bewußtsein unseres Lebens und Seins geweckt zu werden, im irdischen Leibe das Gute und  das Böse durch den irdischen Leib zu erkennen, Gutes einander  zu erweisen und durch den Verlust des irdischen Leibes neuerlich zu  sterben,  das heißt in jene Welt des Jenseits einzugehen, die wir uns  durch  unsere Gesinnung, Erkenntnis und Werke auf Erden voraus schon selbst bestimmt und selbst verdient haben.

 

 

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28. Juli 2010 20:11:01 +0200