Kapitel 3
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3

(1)     Und  siehe ! Da  sah  ich den gefallenen Samen in Mengen auf dem Boden der Welt verstreut  liegen, auf  dem  ich selbst stand - und o Wunder, all der Same  begann  sich  zu  regen, zu wachsen, allerlei Gestalten und Formen anzunehmen, es ward aus vielem allerlei grünendes Gewächs, aus  anderm  allerlei  Tiere, und  siehe, auch Gestalten wie Menschen bildeten sich aus der Schale vielen Samens, ich fühlte, daß  auch  mich  nie zuvor empfundene Kräfte durchdringen, wandte  meine  Blicke  in  die  Hohen und da sah ich unseren Gott  und Herrn  wieder in der Mitte der selten deines reiches mit wie zum Segnen ausgebreiteten Hunden stehen.

(2)     Und wie zuvor, sah  ich jetzt wieder das wirken der Kräfte Seines  heiligsten  Wesens  besonders, besonders  auch das wirken Seines heiligen Geistes, dessen Strahlung  neben  den  vielen  ändern Seiner Kräfte, jede in ihrem eigenen Lichte besonders sichtbar und die Strahlen Seiner Lebenskraft mitführend, all den Samen sichtbar durchdrang, hörte aber alsbald Seine Stimme wiedermals in mir :

(3)     Sieh  den Empfang des Lebens jeglichen Geistes, den du als den Kern der Schale eines  jeglichen  Samens  sähest,  und schaue, wie der Geist kraft des von und aus  Mir  schon empfangenen Lebens auf die  ihn  einschließende Schale weiter wirkt; - diese Schale ist das Wesen der Seele, welches  die  Grundwerte seiner eigenen Gestalt und Formen von Ewigkeit in sich barg und die nun kraft des empfangenen Lebens  zur  Entwicklung  und Geltung kommen.

(4)     Und  da, ich  meine Augen wieder dem zugewendet habe, das um mich her sich  regte, da  sah  ich, wie  auch da in jedem einzelnen Wesen, das kein unscheinbar nichtiger Same mehr war, der Geist besonders, besonders  auch  der  seelische  Körper und wieder besonders das Leben in- und aufeinander wirken; in der Strahlung der nun eigenen Lebenskraft, die  so  anzusehen  war, als flöße und sprühe ein zu klarstem Wasserdunst gewordenes Licht durch den Geist und die Seele, erstrahlte auch der Geist  eines jeglichen der Wesen - und die Geistesstrahlen durchdrangen  mit  den  Lebensstrahlen den seelischen Körper, der wachsend immer  bestimmtere  Formen  nahm, so bei allem grünenden Gewächs, wie bei  den  Tier gestalten  und  bei  jenen, die zwar zu Menschgestalten sich  bildend, wunderbarer  als nur solche waren, da sie Gott ähnlich aussahen.

(5)     Auch  gingen  von diesen die Strahlen ihres Geistes durch ihren seelischen Leib  weit  nach außen hin, jedoch nur einzeln und wie hin und  her  wankend; weniger, und bei manchen Arten der Tiere gar nicht nach  außenhin strahlend, sah ich den Geist wirken, am wenigsten aber den  des  grünen Gewächses, obwohl er in manchen Riesengewächsen, wie auch in  manchen Riesen der Tiere, an Menge größer war, als der Geist de r er, die in Menschgestalt Gott ähnlich waren.

(6)     Weiter  sah  ich  auch, soweit ich sehen konnte, daß keine zwei seelischen Körper, auch  nicht  einer und derselben Art, so gestaltet waren, daß ich sie nicht voneinander 'unterscheiden hätte können,  und auch  der Geist war in einem jeden seelischen Körper der gleichen Art ein  anderer  so im Aussehen wie in seiner Strahlung - allein nur die Lebenskraft  war  in  allen ohne Ausnahme eine und dieselbe, weil sie von und aus Gott empfangen ward.

(7)     Alles das sah ich denkend, klar und deutlich  und  verwunderte mich  immer  mehr, denn obwohl alles sich regte, das grünende Gewächs in  unbeschreiblich  schönen Farben  prangte, die Gestalten der Tiere und die  Gott ähnlichen Menschengestalten  nicht mehr wuchsen, was mich erkennen ließ, daß die Größe der Gestalt, wie auch die Entwicklung ihrer Formen erreicht ist, regte es sich doch nur wie im Schlafe, war wie Hauch durchsichtig und wie gläsern in allerlei Farben sichtbar, so daß ich auch alles innere  Gefüge  jedes  seelischen Körpers schauen konnte, und da habe ich  plötzlich  erkannt, daß  zwar a11es das nun lebendig ist, daß es aber von seinem Sein und Leben nichts weiß, daß es ohne Bewußtsein ist - und darüber erschrak ich heftig, daß ich meinte, selbst auch bewußtlos hinfallen zu müssen.

(8)     Da aber horte ich Seine Stimme in mir :
Jovian ! Wie Ich  von Ewigkeit  in Meinem Wesen, Geiste  und  Leben dreieinig bin, ist nun all der von Ewigkeit her mit und neben Mir seiende seelische und geistige Same durch  die  Gabe des Lebens von und aus Mir dreieinig geworden.

(9)     Lebe Ich  in  Ewigkeit, soll  auch alles  das Seelische und Geistige in aller Zukunft der Ewigkeit leben. Wie Mein Leben  von  Meinem Geiste und Mein Geist mit  Meinem  Leben  von Meinem Wesen und Mein  Wesen  von  Meinem  Geiste und von Meinem Leben untrennbar ist, also  untrennbar  haftet  nun dasselbe  Mein Leben dem Wesen alles Seelischen  und  Geistigen  an, und kein einziges  all  dieser  dreieinig gewordenen Wesen kann  sein  von Mir also empfangenes Leben jemals verlieren.

(10)  Ist  doch  der  seelische und geistige  Same  als  solcher an sich unzerstörbar  und unvernichtbar; nun aber alles  das  Seelische  und  Geistige  sein Leben  von  und  aus  Mir in sich trägt, hat  es das ewige Leben, durch Mich, kann es, auch  mit  rillen, niemals  mehr von sich  werfen, und  niemand  kann es mehr dem  ändern  nehmen, zerstören  und vernichten - auch  Ich nicht ! - weil Ich es gegeben habe.

(11)  Du  siehst  nun, was  a11es in der myriadenfachen  Zahl  und unübersehbaren Menge  des  seelisch-geistigen Samens an Mannigfaltigkeit  des  Wesens  und   des Geistes verborgen war, du siehst nun, daß alles das lebt, aber  auch, daß es bewußtlos ist, daß es von seinem eigenen Sein und Leben nichts weiß; du  meinst, daß  es  in diesem Zustande  nichts  fühlt,  daß  es  etwa so bleiben könnte - und  darüber   bist  du erschrocken.

(12)  Ich aber sage dir :

Unbewußten Geistes  fühlt  ein jeder  der  seelischen  Leiber  und Körper die  auf  ihn  eindringenden  und in ihm wirkenden  Kräfte, die  alle  nicht  nur von  und  aus Mir sondern zum Teile auch von und aus den Gelten dieses Meines dafür  geschaffenen  Reiches  ausgehen und so  wirken, wie  Ich  sie geschaffen und geordnet  habe, daß  sie auch von selbst eine  die  andere zeugen und alle zusammen  wirkend  Bestand haben für alle Zukunft der Ewigkeit.

(13)  Würden  die  seelischen Leiber und Körper  das  Wirken  all der von und aus Mir, wie  auch  von  und  aus den Welten Meines   Reiches   ausgehenden  und  sie durchdringenden  Kräfte  unbewußten Geistes  unbewußt  nicht fühlen, würdest du keine Regsamkeit  in  und an ihnen sehen können; da  du aber diese siehst, sollst du wissen, daß  alles Gefühl  dem seelischen Leibe  eigen  ist, dem Geiste aber das Bewußtsein  und  in  diesem auch der Wille,  dessen  Kraft  je  der eigenen, wie  auch  der Beschaffenheit jenes seelischen  Leibes  oder  Körpers nach, dem er  untrennbar  ewiglich eigen  ist, gewaltig groß, kleiner  oder auch so klein ist, daß er gar nicht  in   Erscheinung treten kann.

(14)  Es  würde der Geist durch daß Einwirken  des Lebens und durch die im seelischen  Leibe  unbewußt empfundene Einwirkung   der   ihn  da  durchdringenden Kräfte mit der Zeit, die durch diesen von Mir  geschaffenen Anfang   mitgeschaffen ist, zum  Bewußtsein  des eigenen Lebens und Seins  gelangen und dadurch auch der ihm  eigene  seelische  Leib ; - so aber, wie  dieser  an  sich ist, könnte er dem Geiste da nichts nützen.

(15)  Sieh  alle diese Gestalten an, die Mir, aber  auch  dir  ähnlich  sind;  du hast  gesehen  und  aus eigenem auch erkannt , daß  ihr Geist  eines ganz andern Aussehens  und  eines ganz andern Wesens ist  als der Geist der Tiere, und dieser wieder  ein  anderer  als  der Geist der Pflanzen.

(16)  Der Geist  dieser  Mir und dir ähnlichen seelischen  Gestalten  ist   erkenntnisfähig - all der andere Geist aber nicht; es  weist  wohl  auch dieser erkenntnisfähige Geist - wie  du  siehst  -  große und  sehr  große  Unterschiede auf, doch aber  ist und bleibt er erkenntnisfähig, und  ihm  wohnt auch größere, große oder auch  kleinere  Schaffensfähigkeit inne.

(17)  In der Ewigkeit  und Unendlichkeit hätte  er sich nie zurechtgefunden; hier aber, in  der  Welt  Meines  für ihn geschaffenen  Reiches, wird  er sich  bald zurechtfinden  und  in  dem Geschaffenen selbst auch aus eigenem schaffen wollen. Würde  aber  der  seelische Leib, dem er eigen  ist, so bleiben wie er jetzt noch ist, würde  jeder Gedanke, der durch das gegenseitig  sich  ergänzende Wirken der Seele, des Geistes  und des Lebens - angesichts  des  Vorhandenen - in  Bildern entsteht,  immer nur der Gedanke und ein seelisch-geistiges   Bild   bleiben  und könnte  nach  außen hin  niemals verwirklicht werden.

(18)  Daher muß der seelische Leib teils aus  den  seelen-,  geist-  und leblosen Dingen  und Kräften, teils aber auch aus den dazu  geschaffenen lebendigen Dingen einen  Leib annehmen, der, dem Wesen der Welten  Meines  Reiches   angepaßt,  die Seele  fähig  macht, alles  das Geschaffene, Vorhandene  nicht nur sehen, hören und greifen  sondern auch darin und daraus  das  schaffen und wesentlich, handgreiflich  das  verwirklichen zu können, was  seelisch-geistig  in  Gedanken  und Bildern  entsteht  und  auch  für andere sichtbar,  hörbar  und greifbar geschaffen werden soll.

(19)  Mein Reich ist das Himmelreich, und alle seelischen  Leiber  und Körper müssen je ihrem Wesen  nach auch einen himmlischen Leib oder Körper erhalten, dem ihren angepaßt ; das  grüne  Gewächs  wird seinen himmlischen  Körper  aus  dem  Boden und aus den  Höhen  über  den Welten  selbst erhalten, für  die immerwährend gleiche Erhaltung  des  himmlischen  Leibes  der Tiere  ist  gleichfalls vor gesorgt,  wie ganz besonders  auch für den himmlischen Leib Meiner Kinder durch jene Schöpfung, die du  an den Wassern und an den Bäumen des Lebens siehst.

(20)  Mit himmlischem  Leibe und Körper soll  der seelische Leib eines jeglichen durch Mich von nun an für alle  Zukunft der Ewigkeit lebendigen Wesens  angetan werden, im himmlischen Leibe soll alles das nun Lebendige  zum  Bewußtsein  des eigenen Lebens und  Seins  auferstehen, und Meine Kinder, die Ich Engel  nennen will, werden Mich als den  Vater  alles Lebens erkennen.

(21)  Sie werden in den  Welten  dieses Meines himmlischen Reiches kein  Werden und kein Vergehen des Seelisch-Geistig-Lebendigen  kennen,  daher  auch   nach keinem Anfange fragen, und erst  durch das zu ihnen gesprochene Wort über diesen Anfang werden sie fühlend den  Sinn erfassen, so Ich sage :

Ich bin Der Anfang !

 

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28. Juli 2010 20:11:01 +0200