Kapitel 5
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(1)     Da schlug ich die Augen auf, und siehe, ich befand  mich  nicht  mehr • auf dem Boden einer der vielen, vielen Welten des himmlischen  Reiches Gottes, sondern stand in Seinem Lichte  mitten  auf  des Himmels Firmamente und sah alle die Welten einzeln, die  näheren  so  wie die fernen und fernsten und alle doch wieder so nahe,  als könnte ich sie greifen oder mit einem einzigen Schritte erreichen.

(2)     Viele der Welten waren riesig  groß, andere  kleiner, noch klei­ner wieder andere, alle aber  hatten  ein  eigenes Licht, welches anders, ganz anders war als das Licht  Des  heiligsten  Wesens,  Geistes und Lebens Gottes, und alsbald habe ich erkannt, daß  das  Licht der Welten und des Firmamentes des himmlischen Reiches im Treffen der Strahlen des heiligen  Geistes  Gottes  mit  den  von den Welten Seines Reiches ausgehenden Strahlen besteht und unendlich wunderbarer ist , als alles Licht der Sonnen, welches blenden, versengen und  verbrennen kann, was  alles  dem  wunderbaren  Lichte  des Himmelreiches fremd und ferne ist.

(3)     Und wiedermals ward .ich nach dieser Betrachtung abgelenkt   und an die Erde erinnert, denn  auf  vielen  der  riesigen  und kleineren Welten sah so manches ähnlich aus  wie  auf  der  Erde, nur 'unendlich schöner, wunderbarer, reiner und erhabener, das  herrliche  Pflanzenreich, die wunderbar schöne Tierwelt und das erhaben Reine  der  Kinder Gottes.

(4)     Auch sind diese nicht auf eine bestimmte  Welt  des  Himmelrei­ches so gebunden wie die Menschen an die Erde,  sondern  können  nach Willen von der einen auf beliebige andere  hin,  wie  sie  auch Tiere und Pflanzen mitnehmen können, denn  die  Tierwelt  hält  'sich an die Kinder Gottes - es ist der Friede des Himmels.

(5)     Sollte aber ein Gotteskind alle Welten des Reiches  Gottes aufsuchen und dort alle Gegenden kennen lernen wollen, würde  es  ihm auch in Äonen von Zeiten nicht möglich sein, denn die Zahl  der  Welten ist eine überaus große.

(6)     Der himmlische Leib und Körper der Pflanzen, der Tiere und  der  Kin­der Gottes ist so unverletzbar wie   ihr  seelischer  Körper und Leib - und kein Ding der Welten des himmlischen Reiches kann  ihn  in keinerlei Art und Weise  irgendwie  bedrängen, verletzen  oder krank machen, da er zäher und in seiner Art fester ist, als alle  die  seelen-, geist- und leblosen Dinge dort, wodurch auch  das  Schaffen  in und aus ihnen kein Übermaß an Kraftanwendung erfordert.

(7)     Alles Schaffen, Wirken und alle Tätigkeit  in  den  Welten  des Reiches Gottes geschieht einzig und allein aus Freude am  Schaf­fen, zur Freude aller ändern, die gerade  daran  und  nicht  an einem ändern Schaffen größere Freude finden, wodurch sich das  Schaffen  in der mannigfaltigsten Art und Weise gestaltet und von  allem  größeren und großen Geiste immer wieder anderes und Neues erfunden wird.

(8)     Also sah und hörte ich die  Kinder  Gottes  in  den Welten Seines Reiches schaffen, ward dadurch, ohne  es  zu  wollen,  an das Schaffen und an die Schöpfungen der Menschen auf Erden erinnert - und wiedermals lebten in mir Gedanken auf, auch da Vergleiche zu stellen, da so manches Schaffen der Menschen auf Erden dem Schaffen der Kinder Gottes in Seinem Reiche ähnlich war.

(9)     Bald aber erkannte ich den schier unendlichen Unterschied  zwi­schen dem Schaffen und den Schöpfungen der Kinder Gottes in  den Welten Seines Reiches und dem der Menschen auf Erden, denn schon  der Zweck des Schaffens und aller Tätigkeit der Kinder des  Himmelreiches steht den Zwecken des Schaffens der Menschen auf Erden unendlich ferne, da vieles Schaffen und viele Schöpfungen der Menschen  auf  Erden finster und böse sind, wie sie auch finsteren, bösen und  selbst  teuf­lischen Zwecken dienen, wogegen alles Schaffen , alle -Tätigkeit und alle Schöpfungen  der Kinder Gottes in Seinem Seiche rein,  erhaben,  licht,   gut  und wunderbar sind so in den größten, wie auch in den kleinsten,  unschein­barsten  und  kindlichsten  Dingen,  die  dort sämtlich allein  zu  dem Zwecke geschaffen werden, um  damit  nicht  allein einander   allseits, sondern vor allem ändern :Gott Freude zu machen.

(10)  Sage niemand, daß Gott Der Herr, Der doch in der ewigen  Dreifaltigkeit Seines heiligsten Wesens, Seines  allgegenwärtigen  heiligen  Geilstes  und  unerschöpflichen  Lebens  höchst vollkommen  und kraft diesem Seiner ewigen heiligen Dreifaltigkeit  unwandelbar- unveränderlich  ist, keine Freude und daher auch kein Leid kenne, denn in einem  solchen schweren Irrtum kann  nur  derjenige  aufgehen, der  Gott nicht kennt.

(11)  Empfinden Freude und Leid die • unvollkommenen, und  unvollkommen­sten Wesen der Seele, des  Geistes  und  des  Lebens  in dem Maße ihrer Beschaffenheit, muß doch  die  allereinfachste  gesunde  Vernunft   aus eigenem erkennen, daß auch  Gott  Freude  und Leid empfindet und daß sich gerade Seiner Höchstvollkommenheit  wegen  dafür,  wie  Er  Freude und Leid empfindet, kein Maßstab jemals finden kann.

(12)  Und da ich in den Welten Seines himmlischen reiches von Seinen Kindern geschaffene Kunstwerke entstehen  sah  an  Kleidung, Bauten,  Statuen, Bildern  und  unzähligen  ändern  Dingen, unter  diesen  auch allerlei solche, die Musik geben, und da ich die Musik  und  den  Gesang  hörte, allerlei Arten Reigens und allerlei Spielen zusah, habe ich wieder auf die Menschen der Erde denken müssen, und  da kam mir die Erkenntnis, woher so mancher Mensch das auf die  Erde  mitbringt,  was  dort angeborene Fähigkeit, Anlage, Begabung und Talent genannt wird.

(13)  In alledem Zusehen, Zuhören und Nachdenken war  es  mir, als wie wenn Äonen von Zeiten vorübergegangen wären, seitdem ich  die Ewigkeit und Unendlichkeit vor dem Anfange, das Schaffen  Gottes  und  den von Ihm für  all  den  mit  und  neben  Ihm dagewesenen seelischen und geistigen Samen geschaffenen Anfang gesehen habe, und  alles  kam  mir noch schöner, herrlicher und wunderbarer vor, als es am  Anfange  war.

(14)  Immer wieder erschien im Lichte inmitten des himmlischen  Firmamentes Gott in der Kraft Seines heiligsten Wesens, sprach zu Seinen Engeln, wie Er Seine Kinder nannte, und stets  scharten  sich  jene um Ihn, deren Geist groß, größer, weil in seiner Strahlung  durchdringender und mit Kräften ausgestattet ist, die dem Geiste der ändern  nicht eigen sind - und sie empfingen von Ihm Lehren, Weisungen und Fingerzeige   zu immer neuer Tätigkeit, zu immer neuem Schaffen, damit sie,  selbst in allem Wissen unterrichtet, allen jenen Vorbilder seien, die aus eige­nem Neues zu schaffen unvermögend sind und deshalb  auch  weiter  ge­leitet und geführt werden müssen.

(15)  Die weit, weitaus überlegene Mehrzahl der Kinder  Gottes, um  in und aus den dazu von Gott geschaffenen Dingen der  Welten  Seines Reiches schaffen zu können, mußte ähnlich  so  zugreifen,  wie es der Mensch im Schaffen irdischer Dinge tun muß;  es  gab  und  gibt aber, ganz besonders  unter  jenen  Kindern  des  Reiches  Gottes, die (wie schon darauf hingewiesen) großen  und  größeren  Geistes als die meisten ändern sind, nicht wenige, die, um aus dem Vorhandenen irgend welche,  vorerst   seelisch­geistig-bildlich gedachte Werke und Dinge nun auch für andere  schaffen, vielmehr entstehen lassen zu können, nicht immer und nicht  al­les Gewölbte auch mit den  Händen  schaffen  müssen, weil  so manches durch die in der Strahlung ihres Geistes  getragenen  eigenen  Kräfte nach dessen eigenem Willen auch entsteht oder aber auch gewollte Ver­änderung und Umwandlung erfährt.

(16)  Der mit solchen schöpferischen Kräften  ihres  Geistes  ausgestatteten Kinder  Gottes  gab und gibt es angesichts der unübersehbaren und .unzählbaren Scharen der ändern, denen  sie  nicht  eigen sind, viele - und wieder einzelnen von ihnen waren und  sind  sie  in einem solchen Maße eigen, daß ihr Schaffen durch  sie  wunderbar  ist und als Wunder von allen angesehen wird, denen es  an  solchen  Kräften mangelt.

(17)  Gott nannte alle Seine Kinder ohne Ausnahme:  Engel;   diese aber, den durchdringenden Geist,  die  schöpferischen  Kräfte  vieler unter ihnen und die dadurch entstandenen wunderbaren Werke und  Dinge sehend, nannten solche aus eigenem:  Großengel  -  und  auch ich sah, daß sie kraft des ihnen eigenen solchen  Geistes   wirklich  groß  zu nennen sind; ich sah aber auch, daß selbst alles das Wunderbare ihrer Kräfte, ihres  Schaffens. ihrer Werke und ihres Könnens zusammengenommen  und   abervertausendfacht, nicht  einmal  einen  Schatten  der  Schöpferkraft Gottes ergibt und mit Seiner Kraft nicht verglichen werden kann, in  der  Er aus der Leere der Unendlichkeit das Wunderbarste, die  Welten  Seines himmlischen Reiches geschaffen hat - und den Anfang :
die Auferstehung alles Wesens  der  Seele  und  des Geistes aus einem leblosen, ewigen Scheinsein - zum ewigen Sein und Leben !

(18)  Ich sah im Schauen Äonen von Zeiten in die  Ewigkeit  eingehen, und doch war das entfernteste Geschehen der  fernsten   Vergangenheit so zu fühlen, - als wäre  es  vorgestern, gestern  gewesen  und  würde heute sein; - jedesmal, so  Gott  in  Gestalt  Seines   heiligstem Wesens in Lichte Seiner Kraft gesprochen hatte, hoben die um Ihn . gescharten Großengel ihre Hände zu Ihm auf und, sich in alle Richbungen der Welten Seines Reiches wendend, riefen sie wie aus einem Munde :

Ja - Ave - Rah - Gotodin - Deaus – Amen !

(19)  Und wie ein Brausen kam der Ruf Seiner Kinder aus allen Welten   des himmlischen Reiches zurück und von einer Welt in die andere dringend, und ein jegliches unter ihnen verstand im lebendigen Erfühlen  Seine Bedeutung, die verdolmetscht heißt :

Er - Heiliger - Schöpfer, - Vater des Lebens - Ewiger - Gott !

 

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28. Juli 2010 20:11:01 +0200