Maria und Sigrun
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 Inhaltsverzeichnis dieser Struktur

 

Die jeweils in den Tageszeitungen erscheinenden Berichte von Augenzeugen über die in Seancen wahrgenommenen okkulten Phänomene erregen die Neugierde der wenig oder meist gar nicht in diesem Gebiete orientierten Leser - und bilden für einige Stunden deren Gesprächsstoff.

Der sonst nicht als geistig ebenbürtig betrachtete, daher. meist. gemiedene Spiritist wird plötzlich aktuell.

Die Sensationslust macht ihn zum Mittelpunkt der umstrittensten Fragen über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der geschilderten Phänomene, um schließlich doch bei der Hauptfrage, .dem Kernpunkt des plötzlichen Interesses, "könnt ich denn so etwas auch nicht einmal sehen ?" zu landen.. Als Anreiz um die intensive Bekehrung des Fragestellers wird mit halber Resignation noch hinzugefügt, daß erst dann geglaubt werden könnte, wenn etwas gesehen werden würde.

Leider ist stets das Sehen und Greifen, nicht aber das Denken die Hauptsache. Die augenscheinliche Wahrnehmung ohne den festen Willen; in objektiver Weise nach Ursache und Zweck des Geschehens zu suchen, hat keinen Sinn und führt nur zu phantastischem Aberglauben und damit zu einer totaler Verkennung der Tatsachen. Ich will mir das Anführen der Beweise zu obiger Behauptung ersparen und setze voraus, daß jeder der Leser das Alte Testament aus denn sogenannten heiligen Buch - der Bibel - genügend kennt, um die ungeheure Tragweite solcher verkannter Tatsachen ermessen zu können.

Die Methode der exakten Forschung durch die autorisierten Vertreter der Wissenschaft beruht ausschließlich nur auf der Wahrnehmung durch unsere Sinnesorgane, weshalb auch diese einseitige Vorgangsweise auf dem Gebiete der okkulten Erscheinungen, die dem mit den Sinnesorganen nur unter bestimmten Voraussetzungen wahrnehmbaren geistig - seelischen Komplexe angehören, bis heute noch zu keinem Ergebnisse geführt hat. Selbst wenn, da doch die hochentwickelte Technik über Apparate verfügt, welche die unseren Sinnesorganen nicht mehr wahrnehmbaren stofflichen Vorgang zu registrieren vermögen, die Erfassung der Stoffgebilde dieser okkulten Phänomene gelingt und deren Gewebsstruktur genau erkannt wird, bleibt doch die Ursache ihrer Entstehung weiter in Dunkeln.

Diese sichtbaren Materialisationen müssen, weil wir Sie leiblich - sinnlich wahrnehmen, auch den physikalischen Gesetzen unterliegen und als Ursache unbedingt eine sie bildende Kraft haben, die aus der von ihr zielbewußt geleiteten Materie jene Gebilde formt, welche infolge ihrer Dichte dem Lichte Widerstand entgegensetzen und so für uns wahrnehmbar werden.

Der Augenschein verleitet leicht zur Annahme, daß solche Kräfte bloß eine Ausdrucksform der unbewußten seelischen Empfindungen des Mediums darstellen, und diese psychische Eigenart krankhaften Zuständen des Körpers solcher Medien entspringt. Diese Hypothese ist nur auf der einseitigen Beobachtung der Materialisationen aufgebaut und wird sofort hinfällig, wenn man die anderen Manifestationen der Sprech- und Hörmedien, sowie das Hellsehen in Betracht zieht. Auch diese Arten der Kundgebungen gehen aus dem seelisch - geistigen Komplexe des Menschen hervor, ohne daß oft nur die geringste Grundlage für die Annahme eines krankhaften Körpers des Mediums vorhanden ist. Damit soll allerdings nicht gesagt sein, daß ausschließlich nur gesunde Menschen Medien sein können. Sehr häufig sogar ist es der kranke Körper, an welchem die Seele wegen der mangelhaften Beherrschung seines stofflichen Gefüges durch den Willen die Anpassung verliert. welcher sodann teilweise zum Werkzeug fremder Kräfte wird. Hierzu liefert uns die Beobachtung vieler Patienten in den Irrenanstalten den Beweis. Die freiwillige Abschaltung des seelischen Stoffes aus gewissen Körperteilen und die dadurch bewußt herbeigeführte Anpassung fremder Geisteskräfte an diese zum Zwecke der Verständigung mit unserer Weit, ist solcherart bestimmt als eine Fähigkeit zu werten, doch keinesfalls als ein pathologischer Zustand.

Unter Materialisationen sind stoffliche Verdichtungen zu verstehen, die, ob sie körperliche Gebilde darstellen oder sich in der Auswirkung einer nicht sichtbaren Kraftentfaltung bemerkbar machen, durch Wesen des Jenseits aus leicht lösbaren Stoffen dieser Welt gebildet und wieder aufgelöst werden können.

Diese spiritistische These. die wohl durch abertausend Experimente bestätigt ist, ist allerdings zu einfach und unkompliziert, daher jedem objektiv Denkenden zu leicht verständlich, um dem einseitig hochgeschraubten, sich gebildet nennenden Geiste zu genügen.

Wenn die Erkenntnis der Wahrheit nicht jedem Menschen möglich wäre, wäre jedes Denken zwecklos und würde der im Menschen vorhandene Drang, nach dem Ziel und Zweck des Lebens zu suchen, überhaupt nicht existieren.

Da aber der Mensch an seinem Körper die Tatsächlichkeit des Vorhandenseins anderer Körper wahrzunehmen und die aus der Berührung der Kräfte entstandenen Empfindungen im Geiste zu ordnen versteht, ist das Studium der höheren Mathematik zum Begreifen der einfachen Tatsache des Vorganges bei den durch die geistige Schaffungskraft der Seelen des Jenseits bewirkten, uns physisch wahrnehmbaren Erscheinungen absolut nicht erforderlich.

Auch die Sorge, daß die so häufig beobachteten Levitationen oder Schwebeerscheinungen den Rahmen des Grundgesetzes der Physik - von der Schwerkraft - nicht hineinpassen und dadurch diese Säule des physikalischen Gesetzgebäudes ins Wanken geraten könnte, ist gerade eben der Unkenntnis dieses Gesetzes entsprungen. Leider hat dieses Unwissen selbst prominente Größen der heutigen Wissenschaft zur Ableugnung des Bestehens der Levitationen veranlaßt.

Der schwebende Körper des Mediums braucht ebenfalls einen Widerstand, die der Anziehungskraft der Erde entgegenwirkt, um in diesen Zustand zu gelangen und zu bestehen. Daß wir diese Widerstand leistenden Kräfte nicht wahrnehmen können, bildet ja schließlich nichts Besonderes, denn auch der Magnetismus. die Elektrizität und die Schwerkraft selbst werden von uns nur in ihren Auswirkungen wahrgenommen. Der Unterschied zwischen den vorgenannten Elementarkräften und den bei den Materialisationen wirkenden Intelligenzkräften besteht nicht nur in der scheinbaren Willkürlichkeit der Entstehung der letzteren, sondern auch in der nur seelisch - geistiger Art möglichen Verständigung über die jeweilige Veränderung, Bildung oder Auflösung solcher Erscheinungen. Der ungeheure Gegensatz zwischen den physisch - stofflichen und den rein geistig - seelisch wirkenden Kräften müßte doch schon längst ZU einer ganz anderen als der bisherigen Forschungsmethode geführt haben, würde man nicht blind über solche feststehende Tatsachen hinweggehen. Jeder sich auch noch so ablehnend gegen die spiritistische Methode verhaltende Gelehrte muß sich, ob er will oder nicht, der. spiritistischen Art im Verkehr mit dem Medium, sowie auch mit den sich manifestierenden Seelen bedienen. Die sich kundgebende Seele nennt selbst ihren Namen, oder wird um demselben gefragt, um dann stets mit diesem Namen gerufen zu werden; die auf Fragen an das durch das Medium sich kundgebende Wesen erfolgten Antworten, sowie die meist bei Materialisationen gegebenen, auf diese bezughabenden Anordnungen usw. haben alle einen größeren Gedankenkomplex zur Grundlage, der wieder nur bei einem bewußt denkenden Wesen möglich ist. Das Medium weiß aber im Zustande der Trance und auch nach demselben im wieder bewußten Zustande von all den Vorgängen nichts, und dies läßt deutlich die teilweise oder vollkommene Abschaltung des eigenen Bewußtseins erkennen. Unbewußt zu denken kann aber nur jemand behaupten, der überhaupt nicht denkt. Zum Denken bedarf der menschliche Geist bestimmter Stoffe des Körpers, welche aber durch die Abschaltung des Willens und der somit fehlenden Kraft für eine Tätigkeit des Geistes nicht erfaßt werden können, wodurch der bewußtlose Zustand eintritt. Mit dieser Erkenntnis ist auch das als Auskunftsmittel bei allen Psychologen so beliebte Kuriosum, das sogenannte Unterbewußtsein, seines Bestandes enthoben.

Es bleibt nach dem Vorhergesagten nur die eine Erklärung über und das ist die, daß fremde Intelligenzen sich des entweder durch eigene Abschaltung des Willens, oder durch Raub desselben seitens einer stärkeren Geisteskraft, zur Benutzung freigewordenen Körpers oder verschiedener Stoffe desselben bemächtigen, um einerseits Teile des Körpers als Werkzeuge für Manifestationen zu gebrauchen und andererseits leicht lösbare Stoffe demselben zu entnehmen, und durch deren Verdichtung wahrnehmbare Materialisationen zu bilden.

All das zeigt, wie wichtig vor allem bei der Erforschung der okkulten Phänomene die Erfassung und Beurteilung der sich in der Seele des Mediums abspielender Vorgänge ist und daß man nur nach eingehendem Studium und Beobachtung dieser zu einer wahren Lösung dieser sogenannten übernatürlichen Erscheinungen gelangen kann.

Wie aber die Seele des anderen erkennen, wenn man sein eigenes Ich nicht kennt. Das ist wohl der größte Vorwurf, den man den heutigen Berufenen der Wissenschaft und speziell jenen, die sich mit der Erforschung der menschlichen Psyche befassen, machen kann. Die Erforschung der Außenwelt schreitet mit Riesenschritten fort, während man über jene Kraft und ihre Fähigkeiten, welche uns diese Außenwelt wahrnehmen und erkennen läßt, die das bewußte Sein unseres Lebens schafft und ohne die auch unser Körper nicht vorhanden wäre, aber schon gar nichts weiß.

 

 

 

 

 

 

 

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28. Juli 2010 20:11:02 +0200