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Interessante Artikel aus der Wochenzeitschrift 

Neue Solidarität :

bestätigen langsam aber sicher die schlimmsten Befürchtungen. Wäre es vor Jahren einfach unvollstellbar gewesen, daß sich viele führenden Köpfe der 68er - Bewegung, sowie auch der Friedensbewegung, welche Krieg grundsätzlich ablehnten, heute sich in die lange Kette der "War-Lords" einreihen. Nach und nach wird die Welt in einen immer größer und unkontrollierbar werdenden Konflikt getrieben. Die verantwortlichen Politiker werden zum Rad des Systems, welches sie unterstützen, zum Diener des Luzifers, zu Luzifers willigen Vollstreckern. Ein Lichtblick dabei ist die wachsende Erkenntnis bei weiten Teilen der Bevölkerung, die Erkennen : Wir befinden uns geradewegs in einem globalpolitischen Konflikt mit kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Kulturen.

Unsere Kriegsherren verwehren sich vieler sich bietenden historischen Chancen. So kamen viele Dinge und Angebote Putins bei seiner Rede in Deutsch vor dem Bundestag vielen eher ungelegen. Seltsam genug, denn seit dem immer noch mysteriösen "Unfall" der Kursk scheint sich Putin um 180 ° gewandelt zu haben. Seltsam genug, daß  die gesamte Nordmeerflotte quasi nur noch ein schwacher Abklatsch dessen ist, was sie einmal war. Ein seltsamer Feind, der einmal mit unbekannten U-Booten in fremden Gewässern von sich Reden macht, und ein ander mal mit dubiosen Unfällen mit Fähren wie der Estonia, mit zufällig in Queens abstüzenden Flugzeugen oder mit U-Booten die plötzlich erst gerammt wurden, und dann doch vom eigene "Aal" zerstört wurden.

Möglich, daß es sich hier um ganz andere Operationen handelte, zumindest könnte es einen Zusammenhang geben.

Zurück zu dem eher bekannten, welches sich nun aus verschieden Quellen nach und nach bestätigt:

Quelle : http://www.solidaritaet.com/

Französische Zeitungen enthüllen

Am 11. September begann ein
Staatsstreich in Amerika

Große französische Zeitungen und nachrichtendienstliche Kreise bringen immer mehr Einzelheiten zu der These, daß hinter den Anschlägen von Washington und New York nicht "Osama Bin Laden" und Al Qaida standen, sondern extremistische Kreise innerhalb des US-Militärapparats. Die Rede ist von einem versuchten "Staatsstreich".


Zu diesen Medien gehören so "offizielle" Blätter wie Le Monde und Le Figaro. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Inhalt dieser Medienberichte in allen Punkten der Wahrheit entspricht. Entscheidend ist, daß damit der Prozeß eines schleichenden Staatsstreiches in den USA, der am 11. September begonnen hat, aufgehalten werden soll. Viele politische Kreise - nicht nur in Frankreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern und in Rußland - wissen, daß die Angriffe in New York und Washington kein "Terroranschlag" waren, sondern eine politische Operation von einer gewaltigen strategischen Dimension.

Da die entsprechenden Medienberichte in Deutschland nicht oder kaum aufgegriffen wurden, wollen wir ausführlich aus mehreren Artikeln zitieren. Sie entstammen dem Online-Nachrichtenbrief Reseau Voltaire, der über geheimdienstliche Verbindungen verfügt, sowie den renommierten Pariser Tageszeitungen Le Figaro und Le Monde.

Am 27. September gab die Redaktion von Reseau Voltaire bekannt, sie bereite ein besonderes Dossier zu den Ereignissen des 11. September vor, bei denen es sich ihrer Einschätzung nach um einen versuchten Staatsstreich handelte. Weiter heißt es: "Am 11.9. 2001 zögerte George W. Bush den ganzen Tag lang, ob er die Ereignisse als militärischen Putschversuch oder als Angriff ausländischer Terroristen interpretieren sollte... Es erscheint horrend, daß der Präsident der USA sich vorstellen konnte, das amerikanische Militär könne solche mörderischen Angriffe organisiert haben. Aber 1962 mußte Präsident John F. Kennedy sich einer größeren Verschwörung des Generalstabes stellen, der auf die Rechtfertigung einer Invasion Kubas abzielte. General Leyman L. Lemnitzer hatte eine Reihe mörderischer Bombenanschläge gegen die amerikanische Bevölkerung geplant. Ihm wurde vom Präsidenten Einhalt geboten. Wenig später organisierten Lemnitzer und andere rechtsextreme Offiziere die Ermordung Kennedys."

In der Einleitung zu einem weiteren Artikel heißt es:

"11. September 2001, 10.01 Uhr. Der für den Schutz des Präsidenten der Vereinigten Staaten verantwortliche Secret Service erhält einen Anruf der Hintermänner der Terrorangriffe auf New York und Washington. Um ihre Drohung zu verstärken, nennt die Stimme die Geheimcodes, mit denen Präsidentenanordnungen aus dem Weißen Haus oder der [Präsidentenmaschine] Airforce One gegeben werden.

Um George W. Bush zu schützen, wird das Flugzeug, in dem er sich auf dem Rückweg nach Washington befindet, zu einem unbekannten Ziel umgeleitet, und gleichzeitig werden das Weiße Haus und das Kapitol, Sitz der demokratischen Institutionen, evakuiert und das politische Personal in atombombensichere Bunker gebracht. Kein Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats denkt mehr an einen Terrorangriff, alle denken, es gehe ein Militärputsch vor sich. Erst gegen 20.30 Uhr wird sich die Lage wieder beruhigen."

Das eigentliche Dossier von RV erschien in der "Informationsmitteilung 235-236", die nur Abonnenten des Nachrichtenbriefes erhalten. Es umfaßt auch eine Chronologie der Ereignisse jenes Tages. U.a. heißt es:

"Zwischen 10.00 Uhr morgens und 20.00 Uhr abends dachten die amerikanischen Offiziellen nicht, daß die Angriffe die Frucht terroristischer Gruppierungen aus dem Nahen Osten seien, sondern daß es sich um einen versuchten Militärputsch amerikanischer Extremisten handelte, die fähig wären, einen Nuklearkrieg auszulösen. Für diese Hypothese sprachen substantielle Gründe. Heute ist sie vergessen, weil es der Moral der amerikanischen Bevölkerung schaden und das Engagement von Alliierten in einem kommenden Krieg behindern würde, wenn sie publik würde."

Hinsichtlich der Berichte über den besagten Anruf an den Secret Service kommt der Herausgeber des Nachrichtenbriefes Thierry Meyssan zu dem Schluß, die Täter hätten mit dem Anruf nicht etwa die Verantwortung für die Anschläge übernehmen wollen. Vielmehr wollten sie dem Präsidenten ein Ultimatum stellen und ihn unter Druck setzen.

Aufgrund dieses Anrufes sei Bush gezwungen gewesen, "etwa zwölf Stunden lang Washington zu meiden und sich persönlich zum Strategischen Kommando (Offut/Nebraska) zu begeben, um einerseits die direkte Kontrolle über die Streitkräfte zu übernehmen... und insbesondere, um sicherzustellen, daß kein anderer seine Identität übernehmen und einen Nuklearkonflikt auslösen könnte. Unterdessen wurden im Umkreis des Weißen Hauses Scharfschützen und Boden-Luft-Raketen stationiert, um einen potentiellen Angriff von Fallschirmjägern abzuwehren. Das Weiße Haus und das Kapitol wurden umgehend evakuiert."

Mehr Enthüllungen

Im Rahmen weiterer Recherchen versuchten Meyssan und sein Team herauszufinden, "welche Gruppen gegen den Präsidenten hätten mobilisiert werden können". RV präsentiert eine Studie über den "Special Forces Underground", ein "terroristisches Netzwerk, das sich innerhalb der stay-behinds [eine Art "Schläfer" des US-Militärs] entwickelte und u.a. Beziehungen zu Bin Laden unterhielt. Dieses Netzwerk macht nicht seinen ersten Probelauf gegen die Bundesregierung, denn es war auch in die Ermordung John F. Kennedys und den terroristischen Bombenanschlag von Oklahoma City 1995 verwickelt." Reseau Voltaire bringt dazu Material über die Miliz-Bewegung, u.a. in Verbindung zu dem verurteilten Oklahoma-Attentäter Timothy McVeigh, der Zeitschrift der General-Edwin-A.-Walker-Gesellschaft The Resister (Der Widerständler) sowie Generalmajor Walker selbst (siehe Kasten).

Zu Osama Bin Laden erklärt Meyssan, dieser habe unabhängig davon, ob er schuldig sei oder nicht, "die politische Möglichkeit geschaffen, eine bestimmte Politik durchzusetzen", und genau diese Politik müsse man genauer betrachten:

"Bereits vor einigen Monaten haben die Anglo-Amerikaner die Taliban-Sekte fallengelassen und entschieden sich, ihr Regime zu stürzen. Mitte Juli stand ein militärischer Plan, und die Operation wurde für Mitte Oktober angesetzt. Diese Aspekte, die ein offenes Geheimnis sind, wurden von dem früheren pakistanischen Außenminister Niaz Naik und verschiedenen aktiven Diplomaten bestätigt. ("USA planten Angriff auf Taliban", BBC vom 18. September, und "Geheime Denkschrift enthüllt amerikanische Pläne zum Sturz der Taliban", The Guardian vom 21. September.) Britische Seestreitkräfte waren bereits vor dem 11. September, der einen solchen Einsatz rechtfertigte, in der Region in Position gebracht. Naik zufolge erwog man im Rahmen dieses Planes, [den afghanischen Ex-König] Zahir Schah trotz seines biblischen Alters wieder einzusetzen; der pakistanische Geheimdienst wurde gebeten, das Problem Massoud zu lösen, was auch geschah. Aber Teile des amerikanischen Oberkommandos hielten die anfänglichen militärischen Vorhaben für unzureichend." Bei all dem spiele die Frage des Erdöls eine Rolle.

Nummer 237 des Nachrichtenbriefes vom 16. Oktober stellt weitere Fragen zu dem Angriff auf das Pentagon. Die Bilder und Nachrichten hierzu seien im Gegensatz zu denen über das World Trade Center von der Regierung zensiert worden. Eine Arbeitsgruppe von Luftfahrt-, Ballistik- und Statikexperten sei aufgrund der bekannten Informationen wie etwa Satellitenfotos, zu dem Schluß gekommen, möglicherweise rühre der Schaden am Pentagon nicht von einem Flugzeug her, sondern habe eine andere Ursache. Abschließend heißt es: "Die amerikanische Regierung tut alles, um die internen Täter der Angriffe zu decken, und stigmatisiert weiterhin einen ausschließlich ausländischen Feind."

RV 237 untersucht auch "die geheimen Finanzverbindungen zwischen den Bushs und Bin Laden". Die berüchtigte BCCI-Bank, die schon in die Iran-Contra-Affäre verwickelt war, soll Geschäfte mit der Harkin Energy Group (der Bush jun. vorstand) getätigt haben. Als pikante Einzelheit wird erwähnt, daß Saleh Idris, der angeblich Verbindungen zu Bin Laden unterhält, größere Anteile des Unternehmens IES Digital Systems hält, das in Großbritannien für die Sicherheit von Parlament, Militäreinrichtungen und zivilen Nukleareinrichtungen zuständig ist.

Am 5. November bezieht sich Reseau Voltaire dann in dem Editorial "Makabre Manipulationen" auf die wachsende Zahl internationaler Enthüllungen über Brüche und Unklarheiten in der offiziellen Version - u.a. in Proseco, Canal plus, Figaro, Times of India und Observer.

Eine davon war der Bericht des Figaro vom 31. Oktober über angebliche Kontakte zwischen Bin Laden und einem amerikanischen Vertreter im Juli 2001 in Dubai (Neue Solidarität berichtete).

Die verbotene Wahrheit

Am 12. November griff die führende Tageszeitung Frankreichs Le Monde diese Geschichte auf, und damit kommt keine offizielle Stelle mehr darum herum. Le Monde veröffentlichte prominent eine ausführliche Besprechung des neuen Buches Die verbotene Wahrheit, dessen Autoren französischen Geheimdienst- und Regierungskreisen nahestehen. Die Rezension von Sylvain Cypel trägt die Überschrift "Als Washington mit den Taliban verhandelte". Es folgen Auszüge:

"Vor dem 11. September hatte die Regierung Bush die Aktivitäten des FBI zur Terrorismusbekämpfung blockiert, weil sie in intensiven Verhandlungen mit den Taliban stand, diese zu unterstützen, wenn sie Osama Bin Laden ausliefern. Das ist die These von Verbotene Wahrheit, einem Buch, das am 14. November erschienen ist.

Der Titel des Buches soll Aufsehen erregen. Sein Titel Bin Laden - die verbotene Wahrheit riecht nach Marketing-Strategie. Schreibfehler legen nahe, daß es sehr eilig in Druck ging... Aber all dies soll uns nicht von der Theorie ablenken, welche die Autoren Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquie aufstellen. Was sagen sie? Erstens, daß das amerikanische FBI bis zum 11. September daran gehindert wurde, in Saudi-Arabien oder im Jemen gegen die geheimen Partner bei den anti-amerikanischen Angriffen ermitteln, weil die Washingtoner Diplomatie ihre Beziehungen zu den Golf-Monarchien bewahren wollte. Hierzu bieten sie [die Autoren] als ,Knüller' die Aussage von John O'Neill, der Nummer Zwei im FBI, der im Juli 2001 an ihre Tür klopfte, eben weil er sich in seiner Arbeit behinert sah.

Dann erklären sie, die amerikanische Diplomatie führe seit vielen Jahren zahlreiche Verhandlungen mit den Taliban und deren Nachbarn (Pakistan, Rußland, die ehemaligen Sowjetrepubliken der Region, China, Indien) mit dem wesentlichen Ziel, daß sie auf die Angebote der amerikanischen Ölkonzerne reagieren... Sie zeigen auf, daß diese Verhandlungen von der Regierung Bush, wo die amerikanischen Ölgesellschaften großen Einfluß genießen, mit Enthusiasmus wieder aufgenommen wurden...

Seit 1998 waren die amerikanischen Ölproduzenten und Diplomaten überzeugt, daß der vollständige Sieg der Taliban - von denen sie sich eine ,Stabilisierung' Afghanistans erhofft hatten - nicht mehr erreichbar sei. Das bedeutete den Rückzug aus dem ,neuen Großen Spiel', wo entgegengesetzte Interessen, amerikanisch-pakistanische auf der einen Seite und russische-iranisch-indische auf der anderen, dem Sieg des einen Lagers über das andere in Afghanistan im Weg standen... Wenn dies Spiel kein ,Nullsummenspiel' sein soll, heißt für Washington, daß Amerikaner, Russen, Pakistanis und selbst die Iraner einer Einigung der afghanischen Fraktionen zustimmen, um das Land zu befrieden und Zentralasien den Ölkonzernen zu öffnen.

Nach den Angriffen auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania (August 1998), die Bin Laden zugerechnet werden, konzentrierten sich die amerikanisch-talibanischen Verhandlungen auf die Auslieferung Bin Ladens. Im Gegenzug winkte die Regierung Clinton den Taliban mit einer gewissen Anerkennung ihrer Herrschaft. Daraus erwuchs die Notwendigkeit, ihre Partner zu kontrollieren: die Golfmonarchien und Pakistan. Auf internationaler Ebene wurden Druckmechanismen in Stellung gebracht: Die UNO richtete ein Verhandlungsforum ein, genannt ,6+2' (die sechs Nachbarländer Afghanistans plus USA und Rußland), um eine Strategie für einen Ausweg aus der Krise zu finden und die Resolution 1267 anzunehmen, die Sanktionen gegen Kabul fordert. Prinz Turki Al Faisal, der Chef des saudischen Geheimdienstes, versagte zwei Mal dabei, bei Mullah Omar die Auslieferung Bin Ladens zu erwirken.

Die Regierung Bush versuchte vom Februar bis August 2001, Fortschritte zu erzielen. Im März wurden Taliban nach Washington eingeladen. Der letzte bekannte Kontakt erfolgte zwischen Christina Rocca, einer hohen Beamtin des State Department, mit dem Taliban-Botschafter in Islamabad am 2. August. Daraus entstand die Idee einer Loya Dschirga - der Einberufung eines Stammesrates um den im Exil lebenden König Zaher Schah, um der Talibanregierung ein Ende zu bereiten - , die aber bis zum Tag nach dem 11. September nicht aus dem Hut westlicher Diplomatie gezogen wurde. Monatelang unterbreitete Washington die Idee den Taliban direkt über die ,6+2' und in diskreten Verhandlungen in Rom, Zypern und Berlin unter der Ägide des Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs Kofi Annan, dem Spanier Francesc Vendrell. Der stärkste Beweis ist der am wenigsten geheime, nämlich Kofi Annans Bericht vom 14. August, vier Wochen vor den Angriffen. Es gab von April bis Juli intensive diplomatische Bemühungen, auch auf höchster Ebene, eine alternative Regierung anstelle der Taliban-Alleinherrschaft einzurichten."

Die biographischen Anmerkungen von Le Monde über die beiden Buchautoren lassen keinen Zweifel daran, daß sie eng mit dem französischen Geheimdienst verbunden sind: "Die Autoren von Verbotene Wahrheit stehen dem Spionagemilieu nahe. Jean-Charles Brisard war bei Viventi verantwortlich für den wirtschaftlichen Nachrichtendienst und hat dann auf Anfrage des französischen Nachrichtendienstes die Finanzen von Al Qaida untersucht. Sein Bericht über das wirtschaftliche Umfeld Osama Bin Ladens (Le Monde vom 25. September) wurde George Bush von Jacques Chirac während seines ersten Besuchs in Washington nach dem 11. September überreicht. Guillaume Dasquie ist der Chefredakteur von Intelligence Online, einem auf Geheimdienstfragen spezialisierten Nachrichtenbrief.

Muriel Mirak-Weißbach

 

Anthony Wedgewood Benn von der britischen Labour Party, ehemaliger Unterhaus-Abgeordneter, der viele wichtige Ämter innehatte, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur EIR: "Der Krieg in Afghanistan hat uns in eine schlimme Lage gebracht. Ich warne schon seit einiger Zeit vor einer Eskalation zu einem allgemeinen Krieg im Nahen Osten, da es Leute gibt, die es auch auf den Irak und andere Nationen in der Region abgesehen haben... Bereits als die Sowjets in Afghanistan einmarschierten, habe ich beim sowjetischen Botschafter dagegen Protest eingelegt. Damals erklärte er mir, der Grund für den Einmarsch sei, daß die USA und Großbritannien die Mudschahedin unterstützen. Heute weiß ich, daß einer dieser Leute, die er damit meinte, Osama Bin Laden war."

Darüber informiert, daß laut Washington Post Henry Kissinger im Auftrag von Unocal die Taliban unterstützte, sagte Benn: "All diese Dinge haben mit Öl zu tun. Erst vor ein paar Jahren diskutierten die Taliban mit US-Vertretern in Texas über eine Ölpipeline."

In einem Hotel in Beverly Hills fand am 11. November ein Treffen zwischen 22 Spitzenvertretern von Hollywoods Film- und Unterhaltungsindustrie und dem Berater des US-Präsidenten Karl Rove statt. Es ging darum, wie die Unterhaltungsindustrie den Krieg der USA gegen den Terrorismus unterstützen könne. Laut Jack Valenti, Chef der Motion Picture Association, sei es das erste Mal seit 35 Jahren gewesen, daß er im Filmgeschäft Repräsentanten von allen großen Studios, Netzwerken und Verbänden bei einem Treffen "für eine gemeinsame Sache" versammelt gesehen habe. Anwesend waren u.a. die Chefs von Paramount Pictures und Disney sowie der Vorsitzende von Viacom, Sumner Redstone. Redstone hatte im Zweiten Weltkrieg für den US-Armee-Geheimdienst gearbeitet. Er kontrolliert jetzt Paramount Pictures, CBS, Blockbuster Video, MTV und den Verlag Simon & Schuster. Der Grund für das geheime Treffen, so Valenti, sei gewesen, Hollywoods Propaganda-Möglichkeiten zu koordinieren.

Präsidentenberater Rove betonte, die Unterhaltungsindustrie entscheide selbst, was sie wann herstelle. Auch 1939 habe Warner Brothers auf eigene Entscheidung hin Anti-Nazifilme gedreht. Genau wie damals habe die US-Regierung auch heute keinen direkten Einfluß auf die US-Filmindustrie. Er habe Hollywood lediglich Zugang zu militärischen und anderen US-Einrichtungen zugesagt.

 

Aus der Neuen Solidarität Nr. 46/2001:

"Abmarsch ins Abenteuer?"

Bei einer Entscheidung über einen deutschen Militäreinsatz in Afghanistan oder im Mittleren Osten muß davon ausgegangen werden, daß Ausgangslage und Ziele zweifelhaft und die verfügbaren Mittel unzureichend sind.



"Kanzler Schröder ist eifrig amerikanischen Forderungen nachgekommen, hat aber hinzugefügt: ,Wir wollen keine Abenteuer erleben.' Aber nun ist die Frage, was ist der Unterschied zwischen einem Abenteuer und einem Einsatz von Spürpanzern ,Fuchs' oder KSK-Einheiten in Afghanistan oder im Nahen Osten?"

Ein Gespräch mit General a.D. Heinz Karst

Wenn man Brigadegeneral (a.D.) Heinz Karst in seiner Wohnung am Bodensee besucht, muß man damit rechnen, daß das Gespräch mit ihm öfters unterbrochen wird, weil immer wieder das Telefon läutet. Viele in und außerhalb der Bundeswehr wollen seine Lageeinschätzung hören, wollen Probleme besprechen und suchen Rat. Und das gilt gerade für die gegenwärtige Situation, in der die rot-grüne Regierung geradezu hektisch Soldaten einer ausgezehrten Bundeswehr zu Kriegseinsätze nach Westasien oder in den Mittleren Osten schicken will.

General Karst gehört zum Kreis der "Väter der Bundeswehr", die, noch mit eigener Kriegserfahrung, die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut haben. Obgleich seit langem im Ruhestand, hat es für General Karst niemals "Ruhestand" gegeben: Seit mehr als drei Jahrzehnten schreibt er Bücher und Aufsätze, hält er Vorträge, beteiligt sich an Diskussionsveranstaltungen und ist in einer Vielzahl von Institutionen tätig. Karsts Sorge gilt der Bundeswehr, aber er tut dies mit einem weiten strategischen - nicht nur militärischen - Blick. Daß in der Zeit zwischen Gefangenschaft und Eintritt in die Bundeswehr die Literaturgeschichte das Metier des späteren Generals war, merkt man schnell im Gespräch mit ihm. Aber er ist Soldat und weiß, daß der Schutz existentieller Interessen der Bundesrepublik Deutschland sowie NATO-Bündnispflichten Kampfeinsätze bedeuten können.

Deshalb ist es um so bemerkenswerter, wenn in der gegenwärtigen Lage dieser zähe, alte General erklärt, er sei "dagegen, daß deutsche Soldaten in ein Abenteuer in Afghanistan oder in den Mittleren Osten geschickt werden. Deshalb muß ich mich gegen Bundeskanzler Schröder stellen, wenn er für die ,Bereitstellung' deutscher Soldaten für Afghanistan bedingungslose Gefolgschaft erwartet." Es gebe schließlich den Diensteid der deutschen Soldaten, in dem sie geloben, Recht und Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. "Ob man in Afghanistan bei der Jagd auf Bin Laden oder zum Sturz des Taliban-Regimes ,Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer verteidigt', ist eine Frage, die die Bundesregierung noch nicht beantwortet hat. Weiß Kanzler Schröder, was das heißen kann, wenn er von ,uneingeschränkter Solidarität' redet? Hat er sich überlegt, was das bedeuten kann, wenn es wirklich ein langer Krieg wird?"

Der Anfang der Kausalkette

Hinzu komme eine zweite Frage von fundamentaler Bedeutung, die "übrigens nicht nur ich stelle, sondern die von anderen in und außerhalb Deutschlands gestellt wird: Ist der offenbar nierenkranke Bin Laden tatsächlich der Hauptverantwortliche für die Anschläge vom 11. September? Ich bin davon nicht überzeugt," sagt General Karst. "Mag sein, daß Bin Laden verwickelt war, aber daß er die Zentralfigur bei Planung und Durchführung einer solch komplizierten, großen Aktion gewesen sein sollte, will mir nicht einleuchten. Deshalb interessieren mich die Äußerungen Mubaraks, der ein erfahrener Luftwaffenoffizier und Kampfflieger war. Er sagte, so etwas könne unmöglich von einem unerfahrenen Flugschüler, wie beispielsweise diesem Ägypter Atta, gemacht worden sein."

Wenn es um Krieg oder Frieden geht, sagt General Karst, dann muß die Basis für so eine im wörtlichen Sinne lebenswichtige Entscheidung, klar sein. Da dürfen keine "noch so unangenehmen Fragen" beiseite geschoben werden. "LaRouche, dessen politisches Wirken ich seit fast 20 Jahren verfolge, verficht zwei Theorien über den 11. September: Erstens, bei den Anschlägen hat es eine inneramerikanische Mithilfe gegeben. Zweitens, die Anschläge erfolgten in dem Augenblick, wo eine schwierige finanzielle und wirtschaftliche Gesamtlage, nicht nur in Amerika, deutlich wird. Gibt es in Amerika Leute, die sich selber im Hintergrund halten, die aber möglicherweise Interesse daran haben, ein Notstandsregime herbeizuführen - angesichts einer Lage, die mit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre zu vergleichen ist?"

Terroristen gehe es darum, mit Terrorakten eine politische Botschaft zu verkünden, sagt General Karst. "Nur wo war denn die politische ,Botschaft' am grausamen 11. September? Das hat mich verblüfft. Aber es wurde ein Effekt erzeugt: Amerika befindet sich seit dem 11. September in einem Kriegszustand - nach außen, aber faktisch auch innen. Da muß man an den Anschlag in Oklahoma City denken. Auch da gab es keine ,Botschaft'. Der frühere Soldat McVeigh wurde hingerichtet und hat nie von seinen Hintermännern oder Komplizen gesprochen."

Kriegsgeschichtliche Lehren

Mit Verwunderung, sagt General Karst, betrachte er die amerikanische Kriegführung in Afghanistan. "Die Russen haben doch gezeigt, daß sie den Widerstand der Afghanen nicht brechen konnten - trotz einer riesigen Armee, die sie dort einsetzten und die sich, militärisch gesprochen, gar nicht schlecht schlug. Nun wollen noch Freiwillige aus Pakistan gegen die Amerikaner kämpfen. In der islamischen Welt breitet sich die Meinung aus, daß es die Amerikaner in Afghanistan nicht schaffen. Gleichzeitig steigert sich der Antiamerikanismus und wächst der Zuspruch zum Islam."

Sollte auch noch Irak oder der Sudan von den Amerikanern angegriffen werden, - "und das wird ja durch die Blume gesagt", meint General Karst - dann wäre das gefährlich. "Ich habe Huntingtons Buch nicht gelesen, aber ich kenne seine These vom ,Clash of Civilizations'. Dann könnte es zu einer weltweiten Bekämpfung des Christentums kommen. Denken Sie nur an das, was letzten Sonntag in Pakistan geschehen - das Massaker in der katholischen Kirche."

Sollten nun angesichts dieser Lage von seiten der USA Einsatzkräfte der Bundeswehr angefordert werden, ist es "unverantwortlich", wenn die Bundesregierung diesem Verlangen nachgibt. Nicht nur wegen der "Fragwürdigkeit der Kausalkette, die zu dieser Anforderung geführt hat" - die wirklichen Verantwortlichkeiten für den 11. September. "Unverantwortlich ist es, daß dieser Anforderung zu einem Zeitpunkt stattgegeben wird, wo die Bundeswehr im Umbau begriffen ist. Mit anderen, schärferen Worten: Die Bundeswehr befindet sich in einer der schwersten Krise ihrer Geschichte. In einer Situation, wo sie umgebaut und verkleinert wird, sollen Teile gleichzeitig in einen Krieg hineingedrückt werden, für den wir nicht vorbereitet sind. Die meisten rot-grünen Politiker haben von militärischen Dingen herzlich wenig Ahnung", sagt General Karst.

Erst Austrocknung, dann weltweite Kriegseinsätze

Deshalb, sagt General Karst, soll sich keiner wundern, wenn sich in der Bundeswehr "Unruhe breitmacht". Bei Veranstaltungen, Vorträgen und Diskussionsrunden zur strategischen Lage nähmen gegenwärtig Bundeswehrangehörige in nie gekannter Zahl teil. Aber höhere Offiziere, die auf die offensichtlichen Probleme hinweisen, "werden von Politikern aus der 68er Generation belehrt, daß Soldaten gefälligst das Denken ihnen - den Politikern - überlassen sollen. Erinnern Sie sich noch, was Leute, die heute in Amt und Würden sitzen, noch vor kurzem über den ,Kadavergehorsam' der Offiziere der Wehrmacht zu sagen pflegten?"

Die Bundeswehr, das sei kein Geheimnis, wäre im Moment nur mit Teilen einsatzfähig, stellt General Karst fest. "Das Heer hat noch fünf Divisionen. KSK, Fallschirmjäger, Gebirgsjäger sind einsatzfähig. Wir haben einige gute Geschwader der Luftwaffe, vor allem die ERC-Tornados. Unsere kleine Marine hat wohl für die Amerikaner weniger Bedeutung. Insgesamt marschiert die Bundeswehr zur Zeit sozusagen ,auf dem Zahnfleisch'. Sie bräuchte Milliarden, um wieder eine modern gerüstete Armee zu werden. Darauf hat der Generalinspekteur Kujat mit Recht hingewiesen.

Im höheren Offizierkorps weiß man, daß man auch beste Teile der Bundeswehr nicht einfach in Afghanistan oder im Mittleren Osten einsetzen kann. Das hat ja bereits der Chef des KSK Brigadegeneral Günzel angedeutet, der dann ,korrigiert' wurde. Und wir haben 7000 Soldaten im Balkan - Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo - und da sind gute Leute. Das bedeutet, daß die in der Heimat stationierten Verbände ausgekämmt werden. Einen Kriegsschauplatz mit 10000 Mann können wir beschicken, einen zweiten können wir zur Zeit nicht mehr beschicken."

Wer erst mal den kleinen Finger reicht...

"Es ist doch so, wenn die Bundeswehr erst mal im Kriegseinsatz ist - in Afghanistan oder sonstwo - und wenn sie auch nur mit kleinen Teilen drin ist", betont General Karst, "dann nimmt das bekanntlich selten ein Ende. Dann kommen neue Forderungen. Das ist alte Erfahrung. Also hier muß man sagen: Wehret den Anfängen! Kanzler Schröder ist eifrig amerikanischen Forderungen nachgekommen. Aber er hat dann hinzugefügt: ,Wir wollen keine Abenteuer erleben.' Aber nun ist die Frage, was ist der Unterschied zwischen einem Abenteuer und einem Einsatz von Spürpanzern ,Fuchs' oder KSK-Einheiten in Afghanistan oder im Nahen Osten? Wo verläuft die Grenze zwischen einem Abenteuer und einem politisch und militärisch zwingend notwendigen Einsatz?"

Der Artikel 5 des NATO-Vertrages wurde aktiviert, "jedoch ohne daß eindeutige Beweise für einen Angriff ,von außen' vorgelegt worden sind. Sie wissen, der Artikel 5 besagt, wenn eine der 19 Nationen von außen angegriffen wird, dann müssen die andern zu Hilfe kommen. Wobei die Hilfe in ihrer Substanz freigestellt ist. Und ich kann mir vorstellen, daß die Mehrzahl der deutschen Soldaten - von einigen Landsknechtnaturen, die es in jeder Armee gibt, abgesehen - wenig Wert darauf legt, in Afghanistan oder im Mittleren Osten eingesetzt zu werden. Nicht aus Drückebergerei, sondern weil nach nüchterner Lagebeurteilung der Eindruck entsteht, daß man in Abenteuer hereingerissen wird."

Erst Klarheit schaffen, dann Konsequenzen ziehen

Mit Nachdruck sagt General Karst dann: "Die Grundlagen eines Einsatzes in Afghanistan oder im Mittleren Osten sind unklar, die Ziele zweifelhaft. Die Konsequenzen sind unüberschaubar. Denken Sie an den Ausgangspunkt des Ersten Weltkrieges: Die Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau in Sarajewo - ein Terrorakt! Dann kam die deutsche ,Nibelungentreue' - uneingeschränkte Solidarität - zum österreichischen Verbündeten. Wohin hat das uns und die Welt gebracht?

Es ist eine dramatische und verfilzte Situation, aber wir müssen meiner Ansicht nach einigermaßen eine Klärung herbeiführen", sagt der General. "Gibt es amerikanische Hintermänner, die hinter den Anschlägen vom 11. September stehen? Was sollen wir denn von den Geheimdiensten halten, die angeblich nicht die geringste Ahnung hatten über das, was sich vor dem 11. September vorbereitete. Oder wurden sie von irgendetwas daran gehindert, bestimmte Spuren zu verfolgen? Es gibt ungeklärte Fragen. Zweitens, der Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschaftskrise. Wir sind gefordert, die Dinge klar auf den Tisch legen - und nicht auf zweifelhaften Grundlagen, mit unklaren Zielen, und bei unzureichenden Voraussetzungen für eine nichtüberschaubare Situation ,bereitgestellt' zu werden."

Angelika Beyreuther-Raimondi/Michael Liebig

 

Aus der Neuen Solidarität Nr. 45/2001:

Die "Bin-Laden-Story"
bricht in sich zusammen

Wie von uns vorausgesagt, erweist sich Afghanistan als Treibsand für die amerikanische Kriegsführung. Vor diesem Hintergrund spielen politische Kräfte in Europa und im arabischen Raum den Medien gezielt Informationen zu, die belegen, daß die offizielle Version der Anschläge vom 11. September - "Bin Laden und Al-Qaida waren es" - unhaltbar ist.



Nur Stunden nach den Anschlägen vom 11. September gab die US-Regierung - die gleichzeitig behauptete, keinerlei Vorwarnungen erhalten zu haben - die Alleinschuld Osama Bin Laden und seiner Organisation Al-Qaida unter den Fittichen des afghanischen Taliban-Regimes. Die "Cover-Story" über Bin Ladens angebliche Urheberschaft der Anschläge, die von den Weltmedien hinausposaunt und von den Mitgliedern der "Anti-Terror-Allianz" nachgebetet wurde, ist Ausgangspunkt und Grundlage des Kriegs in Afghanistan.

Auf einige der eklatantesten Widersprüche der offiziellen Version hat die Neue Solidarität von Anfang an hingewiesen. Nun aber tun dies auch europäische Medien, die als Sprachrohre des Establishments gelten können. Zu den offensichtlichen Ungereimtheiten gehören, daß die angeblichen Flugzeugentführer unmöglich über das fliegerische Können verfügten, um die Flugzeuge so punktgenau ins Ziel steuern zu können; daß die Namen der angeblich Tatbeteiligten dem FBI und den anglo-amerikanischen Nachrichtendiensten schon lange vorher bekannt sein mußten; daß die USA nicht nur genaue Informationen über das Al-Qaida-Netz hatten, sondern ihm sogar unter dem Dach der UCK auf dem Balkan Unterschlupf gewährten; daß es durchaus Warnungen über die Anschläge gab, die aber alle nicht weiterverfolgt wurden. Die neueste, explosivste Nachricht - in der französischen Tageszeitung Figaro - lautet, daß US-Geheimdienste mit Osama Bin Laden wenige Wochen vor den Anschlägen persönlich in Kontakt standen.

Die nun in europäischen Medien erschienen Darstellungen der Ereignisse um die Anschläge vom 11. September herum, müssen nicht als die "letzte Wahrheit" betrachtet werden, ihre Bedeutung liegt vielmehr darin, die angeblichen "Fakten" der Bin-Laden-Coverstory zu widerlegen, indem eklatante Widersprüche aufgezeigt werden. Wenn Elemente von Al-Qaida oder ähnlichen Gruppen bei der Operation am 11. September am Rande überhaupt beteiligt waren, waren sie nur "dekorative Randfiguren", wie es Lyndon LaRouche ausdrückte, die man wie ein Papiertaschentuch benutzt und dann wegwirft.

Entscheidend ist: Der 11. September war der Startschuß für einen Putschversuch in den USA, hinter dem Elemente aus Sondereinheiten des Militärs und dem Geheimdienstmilieu in den USA selbst stehen müssen. Die US-Regierung soll in eine diktatorisches Notstandsregime verwandelt werden, indem man sie in einen aussichtslosen Krieg treibt und gleichzeitig die Bevölkerung durch Terror einschüchtert und hilflos macht. Die tiefere Ursache des Putschversuchs ist der Zusammenbruch des Weltwirtschafts- und Währungssystems: Hochrangige oligarchische Kreise sehen darin die letzte Möglichkeit, den Verlust ihrer Macht durch den Finanzkollaps zu verhindern.

Auch wenn öffentlich nicht darüber geredet wird, haben wichtige politische Kräfte in Europa und der arabischen Welt diese Realität mehr oder weniger erkannt. Soweit sie nicht eigenständig zu der Erkenntnis gelangten, wurden sie durch die Erklärungen und Interviews Lyndon LaRouches darauf gestoßen, der die Ereignisse schon am 11. September als Teil einer "verdeckten strategischen Operation" gegen die USA bezeichnete.

Bin Laden und die CIA

Am 31. Oktober ließen in Frankreich die regierungskontrollierte Radiostation Radio France Internationale und die führende Tageszeitung Le Figaro eine wahre "Bombe" hochgehen: Sie enthüllten, daß Osama Bin Laden noch im Juli, während er sich im Amerikanischen Krankenhaus in Dubai einer Nierenbehandlung unterzog, persönlich von einem CIA-Beamten kontaktiert wurde.

Die Titelstory des Figaro trägt die Überschrift "Juli 2001: Bin Laden trifft CIA in Dubai". Dort heißt es, der spätere "Volksfeind Nummer Eins" sei am 4. Juli vom pakistanischen Quetta aus in Dubai eingetroffen und direkt in das Krankenhaus gebracht worden, begleitet "von seinem Leibarzt und treuen Gefolgsmann - möglicherweise der Ägypter Ayman al-Zawahiri - , vier Leibwächtern sowie einer algerischen Krankenschwester". Dort hätten ihn nicht nur Familienangehörige besucht, sondern auch der "örtliche CIA-Mann". Letzterer wurde am folgenden Tag von Radio France International als ein Lary Mitchell identifiziert. Mitchell besuchte Bin Laden am 12. Juli und flog am 15. Juli, einen Tag nach Bin Ladens Abreise, in die USA zurück.

Was wußten die US-Dienste?

Le Figaro berichtet weiter: "15 Tage später verhaftete der Grenzschutz der Vereinigten Arabischen Emirate am Flughafen Dubai einen franko-algerischen islamischen Aktivisten namens Djamel Beghal. Die französischen und amerikanischen Behörden wurden alarmiert. In Dubai verhört, sagte Beghal aus, er sei Ende 2000 von Abu Zoubeida - einer Führungsfigur in Bin Ladens Al-Qaida-Organisation - nach Afghanistan gerufen worden. Beghals Mission: die amerikanische Botschaft in Paris in die Luft zu sprengen." Unter Berufung auf arabische Diplomaten und französische Nachrichtendienste heißt es weiter, man habe "sehr präzise Informationen über terroristische Anschläge gegen amerikanische Interessen in der Welt an die CIA weitergegeben".

Und nun kommt die zweite, dramatische "Enthüllung" in Figaro: "Im August wurde in der US-Botschaft in Paris eine Krisensitzung mit dem DSGE [franz. Auslandsgeheimdienst] und den höchsten Vertretern der amerikanischen Geheimdienste einberufen. Äußerst beunruhigt forderten letztere von ihren französischen Kollegen sehr präzise Informationen über den algerischen Aktivisten, ohne jedoch den allgemeinen Zweck ihrer Forderung zu erklären. Als man fragte: ,Was befürchten Sie in den kommenden Tagen?', antworteten sie mit einem unverständlichen Schweigen."

In einem begleitenden Artikel schildert der Figaro die Geschichte der Kontakte zwischen Bin Laden und der CIA seit 1979. Besonders interessant ist die Information, daß das FBI bei der Untersuchung der Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi (Kenia) und Daressalam (Tansania) vom August 1998 entdeckte, "daß die von der Detonation hinterlassenen Spuren von einem militärischen Sprengstoff der US-Armee stammten und daß dieser Sprengstoff drei Jahre zuvor an arabische Afghanen - die berühmten internationalen Freiwilligenbrigaden, die während des Afghanistankrieges mit Osama Bin Laden gegen die Sowjetarmee kämpften - geliefert worden war." Le Figaro merkt an: "Bei ihren Ermittlungen entdeckte das FBI ,Strukturen' die die CIA seit Jahren mit ihren ,islamischen Freunden' entwickelt hatte."

Obwohl das CIA-Hauptquartier erwartungsgemäß alles dementierte ("völliger Blödsinn") wurde diese Enthüllung in den folgenden Tagen von zahlreichen europäischen Medien aufgegriffen. Es sei hier nochmals betont, daß der Figaro-Artikel nicht als das Ergebnis normaler journalistischer Recherchen anzusehen ist, sondern daß französische Nachrichtendienstkreise diese - auch nur von Nachrichtendiensten zu beschaffenden - Informationen der Zeitung zugespielt haben.

Eine Enthüllung zieht die andere nach sich

Der Bericht des Figaro war nur der (bisherige) Höhepunkt einer subtilen, doch gezielten Kampagne gegen die offizielle Legende. Am 23. Oktober erschien im dänischen Ekstra Bladet ein aufsehenerregender Artikel von Kenan Seeberg. Die Zeitung habe "versehentlich" eine vertrauliche Liste von 370 Verdächtigen des FBI im Zusammenhang mit dem 11. September erhalten: Namen, Decknamen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen. Sie legte die Liste dem ehemaligen Mitarbeiter des Marinenachrichtendienstes und der auf elektronische Spionage spezialisierten National Security Agency (NSA) Wayne Madsen vor, der weiterhin gute Kontakte zu den Geheimdiensten unterhält.

Madsen schlußfolgerte, das FBI könne unmöglich in der kurzen Zeit seit dem 11. September diese umfangreichen Informationen gesammelt haben, die Personen seien mit Sicherheit schon länger gründlich überwacht worden. Außerdem lägen viele der in der FBI-Liste genannten Adressen in der Nähe hochsensitiver Militärbasen und Ausbildungszentren von Sondereinheiten - u.a. Fort Smith in Arkansas bei dem berühmt-berüchtigten Flugplatz Mena, den die Iran-Contra-Netzwerke für illegale Waffen- und Drogentransporte benutzten. Fred Stock vom kanadischen Funkabhördienst CSE sagte Ekstra Bladet, ein Foto des angeblich unerkannten "Schläfers" und "Terrorpiloten" Mohammed Atta "hing schon 1993 an der Wand des CSE-Hauptquartiers."

Derweil hat der ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak schon wiederholt in Frage gestellt, daß die angeblichen Flugzeugentführer die Verkehrsmaschinen selbst steuerten, so erneut Ende Oktober in der halbamtlichen Wochenzeitung Al Ahram. In einem längeren Interview wurde Mubarak gefragt, warum angeblich so viele Ägypter - wie der angebliche Rädelsführer und Terrorpilot Atta - und Araber aus den Golfstaaten unter den Tätern waren. "Ich kann nicht glauben", antwortete er, "daß Leute, die in Florida fliegen lernten, innerhalb von eineinhalb Jahren lernen konnten, große Verkehrsmaschinen zu fliegen und präzise die Türme des World Trade Centers zu treffen, obwohl diese dem Piloten in der Luft nicht größer als ein Bleistift erscheinen. So etwas konnte nur ein Berufspilot ausführen, nicht aber jemand, der in Florida erst seit 18 Monaten das Fliegen lernte. Die Fluglizenz für Verkehrsflugzeuge enthält strenge Anforderungen an Ausbildung und Training." Mubarak kritisierte auch scharf westliche Regierungen, insbesondere die britische, weil sie trotz seiner zahlreichen Warnungen schon seit vielen Jahren Terroristen aus seinem und anderen Ländern Asyl gewähren.

Die Verbindungen der USA und Großbritanniens zu Bin Ladens Netzwerk behandelte am 25. Oktober auch die Neue Züricher Zeitung. Sie berichtete über Aktivitäten von Al-Qaida-Aktivisten u.a. in Großbritannien und dem von der NATO besetzten Kosovo. Die NZZ zählt frühere Aktionen des "Dschihad", des ägyptischen Zweiges von Al-Qaida, auf - so den Mord an Präsident Sadat und die "Karriere" eines Bruders von Bin Ladens Stellvertreter Zawahiri. Dann heißt es: "Nach Angaben der ägyptischen und französischen Geheimdienste schleuste Bin Laden, der gemeinsam mit zahlreichen gesuchten Islamisten seit 1996 das Gastrecht der Taliban genießt, Ende der 90er Jahre 500 arabische Mudschaheddin nach Tirana ein. Sie sollen Seite an Seite mit der UCK in Kosovo gekämpft haben und an besonders brutalen Racheakten an serbischen Zivilisten beteiligt gewesen sein."

Das bedeutet, daß die NATO und Al-Qaida 1999 Seite an Seite im Kosovo kämpften, obwohl bekannt war, daß diese Gruppe den Staatschef des amerikanischen Partnerlandes Ägypten ermordet hat. Mazedonische Regierungskreise haben EIR gegenüber bestätigt, daß auch noch im Frühsommer Al-Qaida- und UCK-Kämpfer gemeinsam mit amerikanischen Militärberatern im kosovo-mazedonischen Grenzgebiet operierten.

Muriel Mirak-Weißbach

 

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28. Juli 2010 20:11:06 +0200