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Ein Artikel aus der "Luftfahrt international", Nr. 9 (Mai-Juni 1975).


"Deutsche Flugkreisel" Gab's die?



Vorbemerkung:

Als die Allierten nach Beendigung des zweiten Weltkrieges die von ihnen erbeuteten, umfangreichen Unterlagen über deutsche Geheimwaffen gesichtet und teilweise veröffentlicht hatten, erschienen ab 1950 in der Presse laufend Meldungen über sogenannte "fliegende Untertassen" oder auch "Flugscheiben",die von den Deutschen während des Krieges entwickelt und erprobt worden sein sollten. Das Interesse an diesen ungewöhnlichen Fluggeräten war nach dem Krieg, in einer Zeit, in der man sich in Deutschland endlich Klarheit über die geheimnisvollen V-Waffen verschaffen wollte, nur zu verständlich. Und diese Wissbegier wurde im Falle der Flugkreisel natürlich noch dadurch verstärkt, dass um etwa die gleiche Zeit eine Welle von Meldungen über "Foo Fighters" und "UFOs" anlief, denen allerdings ein ganz anderer Ursprung nachgesagt wurde.


Vorgeschichte

Bei den deutschen Flugkreiseln sollte es sich um Fluggeräte handeln, die durch ein um einen zentralen, nicht mitdrehenden Rumpf umlaufendes Rotor- oder Scheibensystem in der Lage sein sollten, sowohl senkrecht zu starten und zu landen als auch mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit horizontal oder schräg in jeder beliebigen Richtung zu fliegen - womit ein solches Gerät für militärische Einsatzzwecke natürlich hochinteressant sein musste. In den ab 1950 veröffentlichten Berichten wurden im wesentlichen zwei verschiedene Modelle solcher Flugscheiben sowie eine als V 7 bezeichnete Flak-Mine erwähnt. Einer dieser Flugkreisel sollte von einem Flugkapitän Schriever, der andere von einem Dr.-Ing. Miethe entworfen und gebaut worden sein. Beiden Flugkreiseln wurden fantastische Flugleistungen nachgesagt. Nach diesen Berichten wurde die Idee zu dem Schrieverschen Flugkreisel im Frühjahr 1941 geboren, ein Modell - vermutlich dem bekannten Kinderspielzeug nachempfunden - im Juni 1942 geflogen und damit, nach Schrievers Ansicht, die Richtigkeit seiner überlegungen bestätigt. Im August 1943 soll der Erfinder mit drei Vertrauten auf einem BMW-Platz bei Prag eine Grossausführung seines neuen Fluggerätes gebaut und das ursprünglich mit Luftschrauben ausgerüstete Gerät im Sommer 1944 auf Strahltriebwerke umgerüstet haben. Im April 1945 war die fliegende Untertasse angeblich zur Erprobung fertig, konnte aber vor Kriegsende (8. Mai 1945, 24.00 Uhr) nur noch einen Probelauf, keinen Erstflug, durchführen und musste am 9. Mai 1945 gesprengt werden, wonach sich sein Erbauer samt Unterlagen nach Westen absetzte.


Wiedersprüche

Rolf Schriever ist in den 50er Jahren verstorben. In seinem Nachlass fanden sich neben einer undatierten, von dem Erfinder offenbar nach dem Krieg verfassten provisorischen Baubeschreibung nebst rohen Skizzen seines Fluggerätes mehrere einschlägige Zeitungsauschnitte (siehe Quellennachweis, Pos. 2-9, 12-14, 16). Die ersten dieser Notizen datieren vom 30.3. und 2.4.1950. Rudolf Augsteins flinke Reporter, sonst der Konkurrenz sehr oft um mehrere Nasenlängen voraus, konnten in diesem Fall die sensationelle Nachricht über Schrievers Flugkreisel nur ganze drei Tage vor dem offensichtlich aus der gleichen Quelle schöpfenden Wochenblatt "Heim & Welt" herausbringen. Diese beiden Veröffentlichungen mit ihrem im wesentlichen übereinstimmenden Inhalt könnten als Unterlage für ähnliche Berichte dieser Art gedient haben, die sich jedoch in manchen Punkten, zum Teil sogar erheblich, von den beiden Erstveröffentlichungen unterschieden. Bei kritischer Durchsicht des vorliegenden Materials stellt man schnell eine Vielzahl offensichtlicher Unstimmigkeiten fest. So entstand nach einer Quelle die Idee zu Schrievers Untertasse im Jahre 1942, nach diversen anderen dagegen schon 1941, während eine weitere ein ganz präzises Datum nennt: den 15.7.1941. Nach einer Aussage flog Schrievers Modell am 1.6.1942, nach einer anderen dagegen 2 Tage später. Das Datum des Baubeginns der eigentlichen Maschine ist ähnlich unklar: einmal wird 1943, ein anderes Mal dagegen 1944 erwähnt.

 

Noch spannender wird's beim Datum der Fertigstellung: während ein angeblicher Augenzeuge, ein Obering. Klein, behauptet, dass er den Erstflug des Schrieverschen Geräts am 14.2.1945 gesehen habe, gibt der Erbauer Schriever an, dass der Vogel erst im April 1945 zur Erprobung bereitstand, nicht geflogen habe, sondern vor dem Erstflug zerstört worden sei. Die Aussage des "Augenzeugen" Klein gewinnt nicht an Glaubwürdigkeit, wenn man erfährt, dass eine im Kriegstagebuch der 8. Luftflotte als Anlage noch vorhandene Wettermeldung vom 14.2.1945 für den in Betracht kommenden Raum eine sehr niedrige Wolkendecke, Regen, Schnee und schlechte Sicht verzeichnet. Das sind Witterungsbedingungen, bei denen man ein so revolutionäres Fluggerät ganz bestimmt nicht zum Erstflug starten lässt. Bei einer in 400-800 m Höhe beginnenden, 8/10-10/10 geschlossenen Wolkendecke wäre es kurz nach dem Start ausser Sicht geraten. ...

Aber die Unstimmigkeiten gehen noch weiter. Nach einer Quelle wurde als Transportmittel bei der Flucht ein Flugzeug, nach anderer Lesart ein Auto benutzt. In einem Falle war das Flugziel München und die Firma Dornier, im anderen der Bayrische Wald, im dritten noch präziser der Ort Regen. Auch wann und wo Schrievers Unterlagen abhanden kamen, wird ganz unterschiedlich geschildert. Während dies z. B. laut "Spiegel" am 4.8.1945 in Bremerhaven geschah, passierte der Diebstahl nach anderen Quellen bereits am 14.5.1945, also wenige Tage nach dem Absetzen aus Prag, nach anderer Lesart dagegen erst Wochen später.


Technisch unmöglich

Die ganze Geschichte stimmt, wie man sieht, vorn und hinten nicht. Sie ist im Gegenteil höchst unglaubwürdig und wäre vermutlich schon in den fünfziger Jahren gestorben, wenn sich damals ein Techniker etwas näher mit dem seltsamen Vogel befasst und ein wenig gerechnet haben würde. Dabei hätte sich sehr schnell herausgestellt, dass bei den angegebenen 1800 U/min ganz gewaltige Zentripetalbeschleunigungen auftreten würden, die man in dieser Grössenordnung (26200 g) sonst nur in der Waffentechnik und dort auch nur bei kleinkalibrigen Geschossen erlebt. Bei einem Triebwerksgewicht von 560 kg (BMW 003) müssten zur Aufhängung der Turbine massive Bolzen aus hochfestem Stahl verwendet werden, die, gleichmässige Kraftverteilung vorausgesetzt, bei einer Zweipunktbefestigung jeweils 142 mm, bei einer Dreipunktbefestigung immerhin noch jeweils 116 mm Durchmesser hätten haben müssen. Dabei hätte diese enorm schwer ausfallende Aufhängung nur für das nicht in Betrieb befindliche Strahltriebwerk ausgereicht, nicht für das laufende! Bei letzerem würden Kippmomente in der Grössenordnung von 110'000 mkp auftreten. Die von Schriever konzipierte Untertasse war also in der vorgesehenen Konfiguration nicht zu realisieren. Abgesehen hiervon und von der unmöglichen Gewichtsangabe ging das auch aus anderen Gründen nicht: bei einem Fluggewicht von etwa 3 to hätte Schriever und seine Mitarbeiter etwa 2 to hochwertigen Materials, zahlreiche Instrumente und nicht weniger als fünf Strahltriebwerke beschaffen müssen. Zu jener Zeit waren Werkstoffe und Triebwerke jedoch Mangelware, die man weder für Geld noch für gute Worte irgendwo kaufen oder gar "organisieren" konnte. Wer damals ein solches Projekt durchführen wollte, musste offiziell seinen Bedarf mit einer entsprechenden Begründung anmelden und erhielt dann gegebenenfalls die für die Beschaffung erforderlichen Papiere. In jedem Falle erhielten die zuständigen Stellen Kenntnis von dem neuen Projekt, es wurde also "aktenkundig". Trotz aller Kriegswirren sind die Unterlagen von Speers Ministerium vollständig erhalten geblieben, ebenso wie die stenografisch aufgenommenen sogenannten Milch-Gespräche und die peinlichst genauen Angaben über Rohstoffverteilung, Personaleinsatz, Projektfortführungen usw. enthaltenden Kriegstagebücher der verschiedenen Rüstungskommandos. Merwürdigerweise enthält "keine" dieser Dokumentensammlungen, von denen die Milch-Besprechungen über 40'000 Seiten umfassen und das KTB des RK VIII den Zeitraum vom 15.8.1939 - 31.12 1944 lückenlos abdeckt, auch nur den geringsten Hinweis auf den Schrieverschen Flugkreisel, die Miethesche Flugscheibe oder die Flakmine V 7. Mit anderen Worten: es hat keines dieser Geräte gegeben, sie sind weder gebaut worden, geschweige denn zum Flug gekommen.


Leichtgläubigkeit kritikloser Leser

In den ersten Jahren nach dem Kriege, als noch keine wirklich authentischen Dokumente über die Geheimwaffenentwicklungen des 3. Reiches verfügbar waren, hatten Aufschneider, Fantasten und verkrachte Erfinder herrliche Zeiten, denn jede, auch die unmöglichste Story wurde gierig "geschluckt". Nur so ist es zu erklären, dass zahlreiche Meldungen, wie die über die ominösen Flugkreisel, kritiklos veröffentlicht und ebenso bereitwillig von vielen auch geglaubt wurden. Von manchen offenbar sogar noch heute, wie eine in der April-Ausgabe 1972 der Werkszeitschrift der Vereinigten Flugtechnischen Werke-Fokker GmbH, Bremen, veröffentlichte, als Ulk gemeinte Notiz gezeigt hat. Die Meldung "Unbekannte Flugscheiben bei VFW-Fokker entdeckt" hatte durchschlagenden Erfolg: es kamen von vielen Seiten Anfragen nach weiteren Unterlagen über die im Bild vorgestellte "Geheimwaffe". In Wirklichkeit handelte es sich bei dieser um ein einfaches Modell, das aus zwei zusammengeklebten Kunststoffmanschetten für elektrische Stecker, drei Kugelschreiber-Fahrwerksbeinen, dem Sockel aus einem Plastik-Modellbaukasten sowie einigen Kleinteilen bestand. Recht martialisch mit Balkenkreuzen und Tarnfarbe bemalt sah es ganz überzeugend aus. Für manchen, wie sich gezeigt hat, schon ein bisschen zu echt.


Provisorische Baubeschreibung des Schrieverschen Flugkreisels
(Zusammengestellt anhand eines Manuskriptes des Erfinders). Der Rumpf besteht im wesentlichen aus einer linsenförmig abgeplatteten Kabinenkugel, die in der Mitte einer Flügelblattscheibe angeordnet ist und aus einer oberen und unteren Hälfte besteht. In dem oberen Teil befindet sich der Kommandostand für eine mehrköpfige Besatzung, ausgerüstet mit Bedienungs-, Navigations- und Triebwerksüberwachungsgeräten und -instrumenten, sowie die Steuerorgane. Am bzw. im unteren Teil, das gegenüber dem oberen um 360 Grad drehbar ist, sind zwei Strahltriebwerke nebst Tanks angeordnet. Federnde, unterhalb der Triebwerke angeordnete Bauteile ersetzen das sonst übliche Radfahrwerk. In Höhe des Schwerpunktes des Gesamtsystems befindet sich an der Kabine ein ringförmiger Ansatz, in dem auf besonderen Lagern eine Schaufelblattscheibe läuft. Die Blattspitzen der 21 Schaufeln sind von einem Ring umschlossen, der nicht nur zur Stabilisierung, sondern auch zur Verminderung des induzierten Widerstandes dient. Drei unterhalb der Flügelblattscheibe angeordnete Strahltriebwerke dienen zum Antrieb der Scheibe. Die Triebwerke sind an sogenannten Trägerplatten aufgehängt, die gleichzeitig als Kraftstoffbehälter dienen. Für Start, Landung und Senkrechtflug wird die Blattscheibe auf 1650-1800 U/min gebracht; bei 3 to Fluggewicht steigt das Gerät senkrecht mit ca. 100 m/sec. Für den Reiseflug wird die Drehzahl auf 500 U/min gedrosselt, die Steigung der Schaufeln so verändert, dass weder Auf- noch Abtrieb vorhanden ist und die beiden Triebwerke in der unteren Rumpfhälfte werden in Gang gesetzt. Im Horizontalflug erreicht das Gerät 4200 km/h. Bei Schrägstart werden alle fünf Triebwerke gleichzeitig eingesetzt. Die Steuerung um die Hochachse erfolgt durch Drehen der unteren Rumpfhälfte gegenüber der oberen.


Quellen-Nachweis

  1. Schriever, Ing. Rudolf, Beschreibung "Projekt-Flugkreisel" und Zeichnungen des erfinders, ohne Datum, in der Bremerhavener Zeit entstanden
  2. "Untertassen-Flieger-Kombination", Der Spiegel, 30. März 1950
  3. "Flugkreisel, irdisch", Heim & Welt, Nr. 14, 2. April 1950
  4. Sautier, G., Dipl.-Ing. "Luftwaffe plante Scheiben-Flugzeuge", Quelle unbekannt, ohne Datumsangabe
  5. "Fliegende Untertassen-eine deutsche Erfindung", Autorenpseudonym "Criticus", Die 7 tage, 5. Jahrgang, Nr. 26, Freitag, 27. Juni 1952
  6. Meyer, G. H. "Die deutsche "Fliegende Untertasse"", Das Ufer-die Farb-Illustrierte, Nr. 18, 1. September 1952, (Fliegende Untertasse = Deutscher Flugkreisel?)
  7. Keller, Dr. Werner "Erste "Flugscheibe" flog 1945 in Prag" -enthüllt Speers Beauftragter, Interview mit Oberingenieur Georg Klein, Welt am Sonntag, 25.4.1953
  8. "Fliegende Untertassen in Deutschland erfunden", Sonderbericht der "Deutsche Illustrierte", S. 1350/51, ohne Datum
  9. "Das gab's-die fliegende Untertasse der deutschen Luftwaffe" ZB, Illustrierte für Menschen im Atomzeitalter, vermutlich Nr. 25, Dezember 1953 (?)
  10. Sievers, Edgar "Flying Saucer über Südafrika-zur Frage der Besuche aus dem Weltraum", Sagittarius-Verlag, Pretoria 1955
  11. Lusar, Rudolf "Die deutschen Waffen und Geheimwaffen des 2. Weltkrieges und ihre Weiterentwicklung, J.F. Lehmanns Verlag, München, 4. Auflage, 1962, S. 189/91 (gleicher Text in 1. Auflage, 1956)
  12. "Wunderwaffen 1945"-erst heute lüftet sich der Schleier, Bild am Sonntag, 17. Februar 1957, S. 19
  13. "Die UFOs-eine deutsche Erfindung", Das neue Zeitalter, 9. Jahrg., Nr. 41, 5. Okt. 1957, S. 4
  14. Lusar, Rudolf "Fliegende Untertassen, eine deutsche Erfindung-von Deutschen erprobt-in West und ost weiterentwickelt.", Das neue Zeitalter, Nr.9, 1958, S. 3
  15. Bericht über russische Weiterentwicklung der "Flakmine V 7", unbekannte englischsprachige Quelle, kein Datum
  16. "Deutsche UFOs schon 1947/48 einwandfrei beobachtet", Das neue Zeitalter, 17. Jahrgang, Nr. 6, 6. Februar 1965
  17. Hahn, Fritz, Schreiben an den Verfasser vom 12. und 14.12. 1974

Deutsche Flugscheiben resp. Flugkreisel

Was ist von der Behauptung zu halten, dass die Deutschen während des zweiten Weltkrieges Flugscheiben/Flugkreisel gebaut und zum Fliegen gebracht haben sollen. Diesbezüglich habe ich in einer UFO-Journalausgabe vom Januar 1980 folgenden Artikel gefunden:

Til Meisterhans/Deutschland

Gab es Deutsche Flugkreisel?

Während des zweiten Weltkrieges tauchten gelegentlich unbekannte Flugobjekte auf, die sich hinter die Bomber der kämpfenden Parteien hefteten und diese kurze Zeit lang verfolgten. Man gab den Objekten den Namen 'foo fighters'. Die Alliierten dachten dabei an eine deutsche, die Deutschen an eine amerikanische oder russische Geheimwaffe.

Nach dem Krieg sichteten die Alliierten die von ihnen erbeuteten, umfangreichen Unterlagen über deutsche Geheimwaffen, die von den Deutschen während des Krieges entwickelt und erprobt worden sein sollen. Man dachte, nun das Problem der 'foo fighters' gelöst zu haben. Die bisher gesichteten 'fliegenden Untertassen' waren deutsche Geheimwaffen. Was ist davon zu halten?

Bei den deutschen 'Flugkreiseln' soll es sich um Fluggeräte handeln, die durch ein um einen zentralen, nicht mitdrehenden Rumpf umlaufendes Rotor- oder Scheibensystem in der Lage sein sollten, sowohl senkrecht zu starten und zu landen, als auch mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit horizontal oder schräg in jeder beliebigen Richtung zu fliegen - womit ein solches Gerät für militärische Einsatzzwecke natürlich interessant sein musste. Angeblich erreichten diese 'Flugkreisel' 1944 horizontal Mach 2 bis 2,3 und stiegen vertikal in ca. zwei Minuten auf 12 km Höhe.

In der Presse wurden in der Regel zwei verschiedene Modelle der 'Flugkreisel' sowie eine als 'V 7' bezeichnete Flak-Mine erwähnt. Die Konstrukteure waren der Flugkapitän Schriever und ein Dr. Ing. Miethe.

Schriever hat nach seinen Berichten den ersten dieser 'Flugkreisel' in Prag fertiggestellt. Geflogen ist sein Gerät allerdings nicht. Nach Kriegsende musste er samt seinen Plänen unter abenteuerlichen Umständen aus Prag fliehen. Er schlug sich durch die amerikanischen Linien bis in den Bayrischen Wald, wo er als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter bei den Bauern Zuflucht gefunden hat. Eines Tages kam er auf den Hof zurück und fand sein Quartier ausgeplündert vor. Jahre später las er Berichte über das Auftauchen von 'fliegenden Untertassen' über den USA. Von da an glaubte Rudolf Schriever zu wissen, in wessen Hände seine Pläne gefallen sind.

Der frühere V-Waffen-Ingenieur Dr. Richard Miethe erklärte wörtlich: "Ich wage zu behaupten, dass fliegende Scheiben, falls sie am Himmel kreisen, in Deutschland konstruiert, nach meinen Anordnungen fertiggestellt und wahrscheinlich in Serie von den Sowjets nachgebaut wurden.' Sein entwickelter Flugkreisel war eine Weiterentwicklung der V-Waffen in Scheibenform. Die als 'V 7' bezeichnete Flak-Mine sollte angeblich mit Radarsteuerung eine Reichweite von 21000 km haben. Hitler hatte sich zu spät für eine Serienproduktion entschlossen, so dass die 'V 7' nicht mehr zum Einsatz kam.

Nach Durchsicht vieler Pressenotizen, die über diese deutschen Geheimwaffen berichten, wurden allerdings viele Unstimmigkeiten entdeckt. Hier seien nur einige genannt. Im Jahre 1942 entstand nach einer Quelle der Flugkreisel von Schriever, nach diversen anderen bereits 1941. Eine Quelle nennt sogar ein präzises Datum: 15. 7. 1941.

Interessanter wird es noch bei der Aussage des Obering. Klein, der behauptet, den Erstflug dieses Fluggerätes am 14. 2. 1945 gesehen zu haben. Laut Schriever ist es aber nie geflogen, sondern wurde noch vor dem Erstflug zerstört. Im Kriegstagebuch der 8. Luftflotte befindet sich ausserdem als Anlage eine Wettermeldung vom 14. 2. 45, die besagt, dass sich zum Zeitpunkt des angeblichen Erstfluges in dem in Betracht kommenden Raum eine sehr niedrige Wolkendecke, Regen, Schnee und schlechte Sicht befanden. Also wirklich keine Wetterbedingungen, bei denen man ein so revolutionäres Fluggerät zum Erstflug starten lässt. Es wäre bei einer in 400 bis 800 Meter Höhe beginnenden 8/10 bis 10/10 geschlossenen Wolkendecke kurz nach dem Start ausser Sicht geraten.

Die ganze Geschichte über die deutschen Flugkreisel ist höchst unglaubwürdig, denn auch technisch war die Herstellung der Geräte unmöglich.

Bei den in den Beschreibungen angegebenen 1000 U/min. mussten Zentripetalbeschleunigungen in der Grössenordnung von 26200 g auftreten, die man nur in der Waffentechnik (KK-Geschosse) erlebt. Zur Aufhängung der Turbine (BMW 003 - Gewicht 560 kg) müssten massive Bolzen aus hochfestem Stahl mit einem Durchmesser von etwa 140 mm verwendet werden. Für das nicht in Betrieb befindliche Strahltriebwerk hätte diese enorm schwer ausfallende Aufhängung ausgereicht, aber nicht für das laufende! Bei letzterem würden Kippmomente in der Grössenordnung von 110000 mkp auftreten. In dieser Form war die Herstellung gar nicht zu realisieren.

Bei einem Fluggewicht von ca. 3 Tonnen hätte Schriever etwa 2 Tonnen hochwertiges Material, zahlreiche Instrumente und fünf Strahltriebwerke benötigt. Diese kaum vorhandenen Werkstoffe und Triebwerke konnte man sich allerdings nirgends 'besorgen'. Es ging nur über den offiziellen Weg mit den erforderlichen Papieren, in denen man seinen Bedarf und eine entsprechende Begründung anmeldet. Die zuständige Stelle erhielt also davon Kenntnis und legte eine Akte an. VonSpeers Ministerium sind aber trotz aller Kriegswirren die Unterlagen vollständig erhalten geblieben, ebenso wie die peinlichst genauen Angaben über Rohstoffverteilung, Personaleinsatz, Projektführung usw. In dem lückenlos abgedeckten Zeitraum vom 15. 8. 39 bis 31. 12. 44 enthalten die Dokumentationen merkwürdigerweise keine Hinweise auf die deutschen Flugkreisel.

Der schrieversche Flugkreisel ist also nie geflogen und die von Dr. Miethe entwickelte 'V 7' nicht zum Einsatz gekommen. Wenn die Amerikaner oder Sowjets tatsächlich die Pläne der deutschen 'Untertassen-Entwickler' erbeutet haben sollten, hätten sie trotzdem nicht in dem kurzen Zeitraum von nur zwei Jahren, als die ersten unbekannten Flugobjekte in Massen auftraten, die Flugapparate derartig schnell entwickeln können. Ausserdem wurden von amerikanischen Bomberbesatzungen bereits während des zweiten Weltkrieges über Deutschland unbekannte Flugobjekte beobachtet.

Abschliessend lässt sich sagen, dass anscheinend keine deutschen 'Flugkreisel' oder 'Flugscheiben' gebaut wurden und geflogen sind. Nichts deutet darauf hin, dass die seit Jahren beobachteten unbekannten Flugobjekte (UFOs) amerikanische oder russische Weiterentwicklungen deutscher Geheimwaffen sind.

Quellen:

'Fliegende Untertassen', R. Strehl - Oldenkott-Rees

'Luftfahrt international' Nr. 9, Mai-Juni 1975

'Die deutschen Waffen und Geheimwaffen des 2.Weltkrieges und ihre Weiterentwicklung', R. Lusar, J.F. Lehmanns Verlag.

'Untertassen - Flieger - Kombination', Der Spiegel, 30. 3. 50.

'Flugkreisel, irdisch', Heim & Welt, Nr.14 v. 2. 4. 50.

'Erste Flugscheibe flog 1945 in Prag', Interview mit Ober-Ing. Klein, Welt am Sonntag, 25. 4. 53.

'Wunderwaffen 45', Bild am Sonntag, 17. 2. 57.

'Die UFOs - eine deutsche Erfindung', Das neue Zeitalter, Nr. 41, 5. 10. 57.

'Deutsche UFOs schon 1947/48 einwandfrei beobachtet', Das neue Zeitalter, Nr. 6, 6. 2. 65.

 

Bezüglich deutscher Flugkreisel/Flugscheiben ist zu sagen, dass gemäss den Plejadiern/Plejaren solche in Deutschland wohl konstruiert wurden, jedoch niemals zum Einsatz oder auch nur zum Testflug kamen. Behauptungen, dass solche Flugkörper mehrere tausend Stundenkilometer erreicht und in Höhen von 12000 Metern und gar zum Mars geflogen sein sollen, ist barer Unsinn. Wie sich die Sache wirklich verhalten hat, geht aus einem Gespräch mit Ptaah hervor, das beim 254. Kontakt am 28. 11. 95 stattgefunden hat:

Billy: " Sag mal, lieber Freund, wegen den Flugscheiben von den Deutschen, da hört man immer wieder eigenartige Dinge. Stimmt es, dass tatsächlich Flugversuche durchgeführt wurden, wobei die Scheiben bis in 12000 Meter Höhe gelangt sein sollen?

Ptaah: Solche Behauptungen sind unsinnig, denn die Flugkreisel, wie sie wirklich genannt wurden, fanden in Deutschland keine Vollendung. Hingegen wurden später Flugscheiben in anderen Ländern gebaut, wie z.B. in Südamerika. Auch in der ehemaligen Sowjetunion und in Amerika bemühte man sich um den Bau solcher Fluggeräte, nachdem den Besatzern Deutschlands entsprechende Konstruktionspläne in die Hände gefallen sind, welche jedoch derart unvollständig waren, dass die neuen Plänebesitzer selbst allerhand Arbeit leisten und beitragen mussten, damit die Flugscheiben gebaut werden konnten, welche jedoch nur für den irdischen Luftraum zu gebrauchen waren, wie das mit diesen Geräten auch heute noch der Fall ist, wenn man von einer bestimmten Gruppe in Südamerika absieht, wie du weisst.

Billy: Kannst du mir noch sagen, ob die von den Besatzermächten sichergestellten Konstruktionspläne für die Flugscheiben derselben Art waren wie die von euch impulstelepathisch an die Deutschen übermittelten, und wer war eigentlich zuständig bei denen?

Ptaah: Die Übermittlungen gingen an zwei Männer mit Namen Schriever und Miethe, die sich auch mit selbstkonstruierten Plänen für Flugkreisel beschäftigten. Diese Pläne waren es dann auch, die den Amerikanern und den Sowjets in die Hände fielen, die sich dann deren Studium widmeten und Konstruktionen vornahmen. Auch die Gruppe in Südamerika kam in den Besitz von Kopien der gleichen Flugkreisel, und zwar durch Diebstahl.

Billy: Sicher darf man ja sagen, dass es sich bei dieser Gruppe um höhere Nazis handelte, welche damals, als der Krieg zu Ende war, aus Deutschland flüchteten und nach Südamerika verschwanden.

Ptaah: Mehr solltest du darüber aber nicht verlauten lassen.

Billy: Natürlich nicht. - Wegen des zweiten Weltkrieges, da wurden doch auch in Deutschland und gar auf der ganzen Welt scheibenförmige Flugkörper beobachtet

Ptaah: Das entspricht den Gegebenheiten, ja. Diese Flugkörper waren aber nicht irdischen Ursprungs, sondern sie belangten zu uns sowie zu unseren Föderationsverbündeten.

Billy: Also hatten die beobachteten Flugscheiben keinerlei Bewandtnis mit den Flugscheiben resp. Flugkreiseln der Deutschen. Dann sind anderslautende Behauptungen tatsächlich nur dumme Behauptungen von Lügnern, Phantasten und Besserwissern usw. Das wollten wir eigentlich schon lange wissen.

Ptaah: Das bezieht sich nur auf die Flugkreisel von Schriever und Miethe.

Billy: Gab es denn noch andere?

Ptaah: Die gab es, ja. Diese jedoch belangten in die private Forschung, die heimlich von machthungrigen Nazis betrieben wurden, wobei die Pläne von Schriever und Miethe Verwendung fanden. Diese Flugkreisel wurden bereits in Deutschland weiterentwickelt und gelangten zu Testflügen, welche gute Ergebnisse erbrachten.

Billy: Die heutige Südamerikanergruppe?

Ptaah: Deine Annahme ist richtig.

Billy: Und das konnte alles unter den Augen der Gestapo geschehen?

Ptaah: Viele massgebende Kräfte der Gestapo sowie der SS-Führungskräfte waren daran beteiligt und in geheimer Form dafür tätig, dass die restliche Welt keine Kenntnisse von den Konstruktionen und Testflügen usw. erlangte, und als dann die Zeit des Kriegsendes kam, flüchteten sie mit ihrem gesamten Material und allen Leuten nach Südamerika. Das war für sie kein schwieriges Unternehmen, denn die Flugkreisel waren bereits derart flugtauglich, dass sie mit ihnen nonstop die Erde umrunden und alle Materialien und Personen wegtransportieren konnten, ehe ihnen die alliierten Kräfte habhaft werden, konnten oder ehe diese von diesen Geheimnissen etwas in Erfahrung zu bringen vermochten.

Billy: So also hat sich das abgespielt. Wie weit ist dann aber die Konstruktion des Flugkreisels von Schriever und Miethe gediehen?

Ptaah: Am 15. 7. 1941 war der Prototyp fertig für den ersten Testflug. Das überwachten wir sehr genau. Der Flugkreisel war aber nicht erbaut nach unseren Übermittlungen, denn diese waren bereits von uns durch Fehlinformationen untauglich gemacht worden, weil wir die grosse Gefahr sahen, die für die gesamte irdische Menschheit daraus hervorgegangen wäre. (Anm. Billy: Die Plejadier/Plejaren übermittelten Ende der zwanziger und anfangs der dreissiger Jahre an die Deutschen Schriever und Miethe Daten für die Konstruktion von Flugscheiben, um eine Flugtechnik zu erzeugen, die drohende kriegerische Auseinandersetzungen vermeiden helfen sollten. Leider wurde aber bald erkannt, dass diese Technik genau für den gegenteiligen Zweck benutzt werden würde, folglich die Plejadier/Plejaren dem Unternehmen wieder entgegenwirkten.) Gegen die Entwicklung der Flugkreisel von Schriever und Miethe jedoch unternahmen wir nichts, bis wir erkannten, dass auch durch diese plötzlich eine ungeheure Gefahr für die Menschheit drohte. Folglich mischten wir uns just zu der Zeit in die Vorbereitungen für den ersten Testflug ein, als für uns feststand, dass der Flug ein voller Erfolg und die Massenproduktion der Flugkreisel nach sich ziehen würde, was bedeutet hätte, dass mit Hilfe dieser Fluggeräte die gesamte Menschheit unterjocht und versklavt worden wäre, was jedoch nicht in deren Bestimmung lag und auch künftig nicht in ihrer Bestimmung liegt. Also fragten wir bei der Ebene Arahat Athersata nach, was in diesem speziellen Fall zu tun sei und befolgten dann deren Rat, das Projekt zu schädigen und den Flugkreisel sowie drei weitere halbfertige Exemplare völlig zu zerstören, indem wir Fehlfunktionen in die Maschinerie der Kreisel übertrugen (Anm. Billy: Die auch in die Pläne hineinmanipuliert wurden), wodurch diese explosionsmässig zerstört wurden.

Billy: Und warum habt ihr das nicht getan bei jenen, welche später nach Südamerika abgehauen sind?

Ptaah: Die bedeuteten für die Welt und die Menschheit keine Gefahr, und das tun sie auch heute noch nicht. Sie sind inzwischen zu einer kleinen Gruppe zusammengeschrumpft, die keinerlei Schlagkraft mehr hat und langsam ausstirbt, weil in der reinen Männerwelt, in der sie leben, keine Nachkommen zu erwarten sind. Frauen und Kinder sind ihnen verpönt, denn sie leben einzig und allein ihrer Technik und ihren Weltherrschaftswünschen, die sie jedoch nicht zu verwirklichen vermögen. Sie leben abgekapselt für sich allein, auch wenn sie oft mit ihren Flugscheiben rund um die Welt fliegen, wobei sie hie und da auch beobachtet werden können. Anhänger suchen sie in der Welt draussen auch nicht, weil sie Angst davor haben, dass sie durch Neuankömmlinge verraten werden könnten. Folglich schotten sie sich völlig ab und haben schon längst alle Versuche aufgegeben, irgendwo draussen Anhänger zu finden. Alle sind sie zudem seit damals alt geworden, wobei der Jüngste heute 78 Jahre alt ist. Die ganze Gruppe zählt auf den heutigen Tag gerechnet nur noch 334 Mann, von einst mehr als 2000 Männern. Die restlichen sind inzwischen alle an Krankheit oder durch Unfälle, wie durch Fehlexperimente oder Flugscheibenabstürze, gestorben oder ums Leben gekommen."

Soweit also der Auszug des Gesprächs mit Ptaah. Damit dürfte wohl klar sein, dass die Deutschen niemals Flugscheiben/Flugkreisel besassen, mit denen sie hätten herumkurven und gar zum Mars gelangen können, wenn von den Geheimkonstruktionen der Gestapo- und Nazifunktionäre abgesehen wird, deren Existenz aber in der Form im dunkeln blieb, dass darüber nie etwas öffentlich bekannt wurde. Wohl wurden ihre Flugscheiben hie und da beobachtet, jedoch fand nie jemand heraus, dass diese zu dem Gestapo-Nazi-Geheimbund belangten, der selbst ebenfalls völlig unbekannt war und es auch bis auf den heutigen Tag blieb.

Dass die Schauermär der angeblichen deutschen Flugscheiben/Flugkreisel überhaupt zu grassieren beginnen konnte, war doch alles ein ausgesprochenes Geheimprojekt, lag daran, dass gewisse Informationen nach aussen durchsickerten, wonach dann rasend schnell in den Töpfen der Gerüchteküche herumgerührt wurde, woraus die phantastischen Geschichten der Flugscheiben/Flugkreisel entstanden, die schon beim ersten Testflug (der nie stattgefunden hat), eine Höhe von 12000 Metern und Mach 2 und mehr erreicht haben sollen - nebst der Mär, dass die Deutschen mit ihrem Wunderwerk angeblich auf den Mars geflogen, dort gelandet und daselbst Studien betrieben haben sollen, um den Planeten dereinst besiedeln zu können usw. - Alles Quatsch.

Billy


ewertverlag

Der Flugkreisel

Fordern Sie die Schwerkraft heraus!!!

Anschaulicher kann man es kaum darstellen.

Der Flugkreisel wird auf einer kleinen Glasplatte, die auf einem Magnetfundament liegt, angedreht, und er wird aufsteigen, um sich in der Luft zu drehen. Anschließend können Sie die Glasplatte entfernen, und der Kreisel baut sich sein Magnetfeld, das er braucht auf und "steht" in der Luft - er steht und steht und steht. Lediglich der Luftwiderstand bremst seinen Flug. Während er fliegt, können Sie ihn mit einem Glas einfangen. Wichtig ist, daß Sie nicht mit einem Metallteil in seine Nähe kommen. Einen Löffel z. B. in seine Flugbahn gebracht, wirft ihn aus der Bahn, und er schießt auf einer schrägen Bahn davon.

Der Flugkreisel ist ein phantastischer Einstieg in die Welt der magnetischen Kräfte.

In den USA wurde der Flugkreisel von der Vereinigung der Physiklehrer zum besten neuen wissenschaftlichen Spielzeug gewählt.

Best. Nr. I-9-265-0 78.00 DM

 


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28. Juli 2010 20:10:42 +0200