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31.10.2006
Nahostkrieg
13.07.2006
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Die Niederlage.

Während schwerer wirtschaftlicher und politischer Krisen folgten zu allem Überfluss auch noch Kreuzzüge. Im Namen der Sicherheit, so sagten Sie uns damals, zogen unsere Truppen Seite an Seite mit Verbänden des Militärbündnisses in fremde Länder und führten Kriege im Interesse der Schuldigen. Sie sollten mit Waffen Frieden schaffen, so ganz nebenbei westliche Interessen schützen und obendrein das jeweils passende Glaubensbekenntnis längst missbrauchter Demokratien predigen. Die Menschen jener Länder, für die der Westen doch nur das Beste wollte, nannten uns Ungläubige und schworen Rache. Ausgerechnet deutsches Militär leitete die Wende ein, das nach der Niederlage und einem fluchtartigen, verlustreichen Rückzug der US-Armee aus dem Irak, deren Probleme dort übernahm. All dies geschah nur wenige Wochen nach den im November 2006 stattgefundenen US-Kongresswahlen, die zwar ein Umdenken mit sich brachten, das jedoch leider zu spät kam. Die Saat des Krieges sollte im Jahr 2007 vollendet aufgehen, in deren Folge Nato geführten Verbände nicht nur große Teile des bisher kontrollierten Geländes innerhalb ihrer Operationsgebiete verloren, sondern enorme Personal- und Materialverluste einstecken mussten.

Vor allem Deutschland, nach Meinung der damaligen Regierung, eines der sichersten Länder der Welt, bezahlte hoch ob seiner Einsätze. Die scheinbare, vorgegaukelte Sicherheit zeigte ihr wahres Gesicht, gezeichnet von Rache und Grausamkeiten. Heute 20 Jahre später ist 80 % des Staatsgebietes besetzt und voraussichtlich für lange Zeit verloren. Nur in der sogenannten „Freien Zone“ im Norden der ehemaligen BRD ist deutsches Leben noch halbwegs möglich. Nach der katastrophalen, weltweiten Niederlage der Nato, überzogen islamische Widerstandkämpfer das Land mit blutigem Terror, damit bombten sie den Weg für reguläre islamische Streitkräfte frei, die über unsere südlichen Nachbarn bis ins Herz Deutschlands einrückten. Unterstützt wurde der Vormarsch durch bürgerkriegsähnliche Zustande während gleichzeitig, eingebürgert geglaubte islamische Mitbürger die „Islamische Republik Deutschland“ ausriefen. Die zu der Zeit noch existierende BRD-Regierung floh von Berlin in den Norden. Ihr folgte umgehend die Flucht der noch um Macht und Ansehen kämpfenden neu ausgerufenen Reichsregierung aus München. Die Angreifer übernahmen teils weit gehest intakte Infrastrukturen, wodurch die Besetzung nur wenige Monate Zeit in Anspruch nahm. Landesverteidigung? Ja die gab es, völlig unzureichend, überrascht und überrannt.

Noch verbliebene einsatzbereite Einheiten zogen sich ebenfalls in Richtung Norden zurück um dort eine Front zu bilden, die langfristig in der Lage sein sollte, den Gegner zumindest aufzuhalten oder gar zurückzudrängen. Aus bis heute ungeklärten Gründen kam der Angriff ohne größere militärischen Auseinandersetzungen, an dieser offensichtlich noch brüchigen Abwehrlinie zum Stillstand.

Letztendlich blieben Hafenanlagen, Seeverbindungen und Versorgungsanlagen der Städte in Händen der in Eile gründeten Militärverwaltung, deren Wahl zum künftigen Hauptquartier zu Gunsten einer alten Anlage mit der Bezeichnung „Altes Lager“ fiel, aus dessen Sicht die Geschicke der „Freien Zone“ von nun gelenkt werden sollten. Zu den ersten Maßnahmen gehörte der massive Ausbau der neuen Verteidigungslinie, die entlang einer ehemaligen Transitstraße verlief, sowie die Reorganisierung der verstreuten und zerrissenen Armee-Gruppen um die Lage in der Zone so schnell als möglich zu stabilisieren. Ebenfalls vorrangig schien selbstverständlich die Versorgung der noch verblieben Bevölkerung mit Lebensmittel, Frischwasser und Strom.

Auch verwundete Militärangehörige erhielten oberste Priorität, damit sie nach Genesung und Registrierung umgehend in eine Art Miliz eingegliedert werden konnten. Trotz relativer Ruhe an den verschiedenen Frontabschnitten herrschte in den ersten 6 bis 8 Monaten das blanke Chaos, ausgelöst nicht nur des verlorenen Kampfes wegen, es fehlten Fahrzeuge, Produktionsstätten, Ordnungs- und Fachkräfte. Wer konnte suchte sein Heil durch Auswanderung in der Ferne.

Arbeitslosigkeit zwang zu Handlungen, die sich die meisten Menschen früher nie vorstellen konnten, dadurch entwickelte sich der neue Begriff „Überlebenskriminalität“ die zu makabren Auswüchsen führen sollte. Mein Name ist Larriss Bohtun, ein Reisender aus der Zeit mit der Frage, was ist Zukunft und für wen soll sie geschaffen werden. Ich bin der einzige, zugelassene Berichterstatter in der freien Zone, deren Grundlagen aus den Jahren 2006 und 2007 stammen. Die Merkmale dazu waren schon lange zuvor deutlich erkennbar, aber niemand wollte sie wahrhaben.

Heute ist der 15. November 2027. Da fällt mir doch noch etwas ein, hat noch jemand den ehemaligen Reichstag in Berlin vor Augen? Nach seiner Renovierung haben Baustil-Vergewaltiger dem alten, ehrwürdigen Bauwerk eine Kuppel oben drauf gesetzt, erinnerte dies nicht irgendwie an eine Moschee?

 

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