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31.10.2006
Nahostkrieg
13.07.2006
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Die Situation.

Seit Wochen schwere Regenfälle, Unwetter und Gewitter bei 25 Grad plus, vielleicht ist deshalb der an sich schnelle, gegnerische Vormarsch zum Stillstand gekommen. Dann hatte der Klimawandel innerhalb der letzen 20 Jahren wenigsten einen Vorteil. Auf der völlig verschlammten ehemaligen Landstrasse bleibt unser alter Militärlastwagen stecken, mit dem 15 Soldaten aus 6 verschiedenen Waffengattungen zur Erkundung der näheren Umgebung unterwegs sind. Weiter soll die Einheit verlorengegangen Soldaten aufgreifen und hilfesuchende Menschen unterstützen. Wie dies im Einzelnen funktionieren soll, mit absolut Nichts, kann sich der befehlshabende Oberleutnant noch nicht vorstellen. Die am 19.11.2006 erhobenen Vorwürfe gegen die damalige Bundeswehr führten zu weiteren Kriegseinsätzen der Deutschen und damit zu massiven Gegenschläge der vereinigten islamischen Gottesarmeen, mit deren Auswirkungen unsere kleine, demotivierte Gruppe im Schlamm der besiegten Großmachtsucht auch heute Nacht zu kämpfen hat. Aus der Ferne sind Schüsse zu hören. Der Frontanschnitt C2 ist an dieser Stelle nur 4 Kilometer entfernt und irgendwie ständig aktiv, jedoch ohne sich deutlich in eine Richtung zu bewegen.
Im Morgengrauen treffen mehrere Zivilisten in Begleitung einiger Soldaten auf uns, sie helfen den LKW wieder flott zu bekommen. Gemeinsam setzten wir die Fahrt fort, die uns mit jeden Meter weiter vom „Alten Lager“ weg ins Ungewisse führt. Weil der Meeresspiegel seit 2006 erheblich angestiegen ist, muss sich die Bevölkerung der „Freien Zone“ nicht nur mit  kriegsbedingten Problemen herumschlagen, sondern auch regelmäßig mit den Folgen des Hochwassers fertig werden. Gegen 8 Uhr erreichen wir auf etwas besseren Wegen einen kleinen  Ort, der zum Teil noch bewohnbar scheint und Leben zeigt. Manche Einwohner sind offensichtlich bewaffnet und begrüßen uns entsprechend. Oberleutnant Rohrfeld versucht ebenfalls unter vorgehaltenen Waffen ein Gespräch in Gang zu bekommen. Nur langsam fassen unsere Gegenüber Vertrauen und erklären ihre Lage. Ihre Vorsicht resultiert aus sich immer wiederholenden Überfällen marodierender Banden, die damit vor allem Proviant erzwingen wollen. Über Funk geben wir unsere Position ins Hauptquartier durch, mit der Bitte einen weiteren Trupp loszuschicken, der uns an dieser Stelle unterstützen soll. Dies wird 2 bis 3 Tage in Anspruch nehmen.
Solange werden wir hier die Stellung halten und sehen, was zu tun ist. Der noch amtierende Bürgermeister weist auf eine fast leerstehende Halle einer ehemaligen KFZ - Werksatt, in der wir  für die kommende Zeit Unterkunft nehmen, sie halbwegs brauchbar gestalten und für die zu erwartende Einheit herrichten sollen. Weder fließendes Wasser noch Strom, dafür ein heilloses Durcheinader, von wegen leerstehend. Ein Teil unserer Leute gehen in Zweiergruppen auf Streife, indes versucht der Andere Ordnung in unserer neuen „Garnison“ zu schaffen. Unter den zu uns gestoßenen Zivilisten befindet sich zufällig ein Maschinenbautechniker, dem das „Aufräumen“ und ordnen augenscheinlich Spaß zu machen schient. Nicht alle noch verbliebenen Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände sind brauchbar, aber zu einer kleinen, provisorische Reparaturecke für defekte Fahrzeuge wir es reichen. In einer anderen Ecke schlagen wir unser Nachtlager auf und versuchen uns so häuslich wie möglich einzurichten. Selbst den früher als Teeküche bezeichnete Raum könnten wir verwenden, wenn die notwendige Versorgung sichergestellt wäre. Im angebauten Nebengebäude, das einst als Reparaturannahmen und Büro zu dienen schien, ist kurzfristig wohl nichts brauchbares zu finden. Unsere Streifen stoßen zumindest an diesem Tag auf keinen nennenswerten Widerstand, im Gegenteil, sie erhielten sogar Unterstützung. Ihrer Mission zufolge bringen sie weitere Uniformierte mit, dazu einen einsatzfähigen Omnibus.
Gegen Abend lässt der Dauerregen endlich nach und ein Teil unseres Expetitionscorps kann sich nach einem langen Tag völlig durchnässt aufs Ohr legen. Noch in der Nacht versucht Rohrfeld mit den „Blauen“ in Verbindung zu kommen. Er hofft, dass sie eine technische Abteilung vor Ort schicken könnten, um so schnell als möglich sowohl die Strom- als auch die Wasserversorgung wieder zu gewährleisten. Noch vor Anbruch der Dunkelheit bringen Bewohner des Dorfes einiges an Lebensmittel und Trinkbarem. Die sich alle 4 Stunden ablösenden  Nachtwachen können keine unvorhersehbaren Zwischenfälle vermelden. Gegen 4 Uhr früh ist für alle die Nacht vorbei.
Rohrfeld ruft Oberfeldwebel Smoke zu sich um den anstehenden Tag zu besprechen.  Das Ziel ist, die besetzte Anlage zur Basis auszubauen, zu sichern und Nachschub zu organisieren.

Larriss Bohtun aus der Zukunft, einzig zugelassener Berichterstatter aus der freien Zone.

 

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