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31.10.2006
Nahostkrieg
13.07.2006

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Der Herr  

Gestatten, „Herr“, mein Name, ich habe Sie gestern heimgesucht. Erinnern Sie sich noch? Wie? Schon wieder vergessen ? Kann das möglich sein? Habe ich Ihnen nicht meinen bleibenden Eindruck hinterlassen? - Schade, dabei habe ich mir solche Mühe bei der "Casting Show" „DsdSd“ auf TLR gegeben. Ich haben zwei Tage und zwei Nächte das „Himmelhundeheulen“ geübt und versucht, mich nach Gelüsten auszutoben. Ich glaube, dass es an diesem Tag keinen Besseren gab. Aber ihr in der Jury gabt mir den Laufpass und so muss sich Deutschland einen anderen Dummen suchen für den Titel „Deutschland sucht den Superdepp“.

Vielleicht hätte ich mehr üben sollen, oder Ihnen meine Visitenkarte geben sollen, fall Sie es sich doch noch mal überlegen sollten, oder wenn ein potentieller Volldepp vorzeitig die Flügel streichen sollte. Aber zu meinem Bedauern sind meine Visitenkarten ausgegangen, weil ich in den letzten Wochen viel um die Ohren hatte. Haben Sie eigentlich eine Ahnung, was für eine Heidenarbeit es ist, dauernd diese Sandstürme und Hoch- und Tiefdruckgebiete aus dem Nichts herzuzaubern? Eigentlich dachte ich, im Frühjahr 2007 könne ich mich endlich mal ein paar Tage zur Ruhe setzen, den Teutonengrill benutzen und ein wenig Mondstaub aufwirbeln, aber was ist? Mein Chef ruft mich und ich soll schon wieder ein paar Extraschichten einlegen. Mein „Galaktophone“ hätte ich vor Wut im Atlantik versenken können, aber ich habe mich gerade noch mal zurückhalten können. Also befolgte ich seinen nächsten Auftrag und habe über dem Atlantik ein paar Tage richtig schuften müssen, um die gewünschte Lieferung zu Euch, nach Hause zu bringen. Der Chef hat auch, pünktlich, wie die Maurers, neue Visitenkarten in Auftrag gegeben, die ich gestern noch vorab bei der Druckerei abholen sollte. Dies ging aber nicht, die sind nicht rechtzeitig fertig geworden. Deutschland ist eben eine seltsame Dienstleistungswüste geworden. Zuerst versagen die Leistungen, dann deren Dienste und am Ende kommt die Wüste. So ähnlich hat das mein Chef auch mal gesagt. Habe nur nicht gewusst, wie ernst er das gemeint hat. Jetzt weiß ich es wohl. Heute, nachdem ich von Euch in der Jury ausgebuht wurde, habe ich mich nach Weißrussland verzogen und meinen aufgestauten Ärger an der „Freundschaft“ kuriert. Die hat ja mal echt ne voll lange Leitung! Aber, jetzt geht er mir wieder besser und ich könnte fast schon wieder Bäume ausreißen, allein schon, wenn ich kurz mal niesen muss.

Am besten hat mir Euer neuer Hauptbahnhof gefallen. Ist gelungen, echt. Guter Spielplatz. Muss ich mir merken. Nur, sagt den Erbauern, dass da jetzt ein paar Schrauben locker sind. Aber wisst ihr auch, was mir am meisten Spaß gemacht hat?

Nein?

Na gut, ich sag’s Euch: Es macht immer wieder einen Mordsspaß, die komischen Masten mit Drähten dran als Korkenzieher zu benützen. Jedes mal, wenn ich an so nen Draht fasse, geht mir richtig einer ab. Was für ne Droge habt ihr da rein getan? Voll Geil! Das muss ich bald schon wieder machen, bevor ich Entzugserscheinungen bekomme.

So gesehen macht mir mein Job schon Spaß, nur mit dem Chef ist nicht immer gut Kirschen essen. Der hätte gern ein wenig mehr Wasser dabei gehabt, aber ich musste Sprit sparen, weil Eure Vorratslager so ziemlich alle sind. Fahren Eure Blechbüchsen eigentlich schon mit heißer Luft? Kleiner Scherz, ich darf ja über meine nächsten Auftrag eigentlich nicht reden, hat mir „el Chefe“ gesagt, aber ich soll dann schon wieder anders heißen. Immer diese Umgewöhnerei an die ganzen neuen Namen. Dabei hat mir der alte gerade angefangen, zu gefallen, weil er mich ein bisschen Chefsein fühlen ließ. Mein Chef sagte mir, er würde eher zu ihm passen, weil sie ihn „Der Herr“ nennen. Aber ganz soviel Ehre wollte er mir wohl dann doch nicht überlassen und hat ihn einfach ins Altgriechische übersetzt. Nun sagen alle Kyrill zu mir. 

Naja, auch nicht schlecht. Aber beim nächsten mal sollten die blöden Visitenkarten bitte fertig sein. Bin schon fast wieder auf dem Rückweg zu Euch und habe viele neue Überraschungen dabei.

Es grüßt Euch

Eurer Kyrill

PS: Bitte sagt meinem Chef nicht, dass ich mich am Anfang unter seinem Namen vorgestellt habe!

Danke und bis bald! 

PPS: Der Bericht von Larriss Bohtun ist echt mal ne gute Kritik, Der weiß endlich mal, was für ein Naturtalent ich bin. Weil es so schön war, hier sein Lob an mich:

 

18.01.2007, 22:00 Uhr, Larriss Bohtun in den Blitznachrichten

„Es hat offensichtlich begonnen, die Natur führt Krieg
gegen Ihre Peiniger, die immer noch glauben, es hätte
etwas mit dem Wetter zu tun. Dies ist nur der Auftakt
für weitere Katastrophen, die nicht nur die Börse in
die Knie zwingen werden.
Die Bahn stellt bundesweit den Fernverkehr ein,
Flugverkehr teilweise zum Stillstand gekommen,
Schiffe sinken in der Nordsee, weiträumige
Stromausfälle, das Mobilfunknetz bricht zusammen
und morgen früh, wird der Mensch wieder aufräumen,
vielleicht seine Machtlosigkeit erkennen, aber nichts
ändern und auf den nächsten Sturm warten.
Dummheit und Hoffung stirbt zuletzt.

22:30
Norddeutschland erwartet eine schwere Sturmflut.
Der Höchststand wird gegen 24:00 Uhr erwartet.
Ein Bild der Verwüstung im westlichen EU-Bereich.
Sämtliche Verbindungen nach England unterbrochen.

23:30
Bahnverkehr bundesweit eingestellt, aber trotzdem
erzählen sie noch, dass es nur einer der schwersten
Stürme seit Jahren sei. Natürlich, es gab schon Stürme
mit dieser Kraft, aber noch nie gleichzeitig über gesamt
Deutschland. In verschiedenen Landesteilen stehen
Straßen und Keller unter Wasser. Berlin ruft den
Ausnahmezustand aus, neuer Hauptbahnhof stark
beschädigt. Fassaden einsturzgefährdet.
Verkehrschaos in vielen Bundesländern.
Unfälle im Minutentakt, Autobahnen gesperrt.
Zehntausende von Reisenden sitzen fest.
Feuerwehr, THW und Polizei im Rundumeinsatz.
Aber Reporter sprechen von guten Nachrichten,
weil die Welt noch immer nicht untergegangen ist.
Sie haben es sich schlimmer vorgestellt, abwarten,
es kommt schlimmer. Fernseh-Wetterfrösche meinen,
das Gröbste liege in dieser Nacht bereits hinter uns.
Ausnahmezustand deutschlandweit.
Sturmtief erreicht Bayern mit rund 160 Km/h.

24:00
Sturmflut erreicht Teile der norddeutschen Küste,
mit Hochwasser von mehr als 3 Meter über Normal.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Deiche halten.
Schwer betroffen sind die Inseln Sylt und Norderney,
man könnte meinen, sie verschwinden im Meer.
Heftiger Regen und Windgeschwindigkeiten von
mehr als 130 Stundenkilometer im Flachland.
Bahn steht endgültig still, das hatten wir noch nie.
Schulfrei am Freitag den 19.01.2007.
Sturmtief trifft auf Berlin mit Windstärke 11 bis 12.

19.01.2007
00:30
Sturm wirft in Mitteldeutschland Strommasten um,
Autofahren im Moment absolut lebensgefährlich.
Ob sie diese Warnung verstanden haben?


Gruß L.B.“

 

 

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