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Themen    Archiv 18.04.2007    Blitznachrichten  Mental-Ray.net

 

1. Thors Zwillinge

In Eigenleistung haben die Anwohner der kleinen Waldsiedlung den Spielplatz geplant und gebaut. Die Kinder sollen in der Nähe der Häuser spielen können. Die Stadt hat jede Mithilfe verweigert. Anne und Emi sind nach der Schule meist dort, um mit den Anderen zu spielen. Nachmittags schauen abwechselnd Erwachsene nach dem Rechten. Man fühlt sich sicher und aufgehoben.

Die Verwaltung einer in der Nähe liegenden Justizvollzugs-Anstalt beschließt, einen seit Jahren einsitzenden Häftling, Freigang zu genehmigen. Er ist unauffällig, hat sich angepasst, ist ordentlich und bereut. Die Psychologen bescheinigen ihm alles was er braucht, um für einige Stunden seinen Ausflug genießen zu können, egal was er daraus macht.

Am heutigen Freitag, ein sonniger, heißer Augusttag, hat man sie zuletzt gesehen. Sie waren am Spielplatz und jetzt, wo sind sie? Am späten Nachmittag kamen sie nicht wie üblich nach Hause. Es ist nun Freitagabend gegen 19 Uhr, die Polizei meint, sie werden schon noch auftauchen. Es sind halt Kinder, die verschwinden hin und wieder mal. So was hätten sie öfter. Trotzdem geben die Thors, als Eltern der beiden Mädchen, eine Vermisstenanzeige auf. Hat die nachmittägliche Aufsicht versagt?

Der Freigänger wird sich ein Fahrrad leihen, um damit die Gegend, aus der er stammt, wie früher erkunden zu können. Er verspricht pünktlich in die Anstalt zurück zu kehren. Was soll er auch anderes machen? Vielleicht kann er Verwandte besuchen, sie wissen von seiner Tat. Nein, lieber nicht. Einfach so, zielloses umherradeln, ist besser.

Samstag, die Unruhe in der Waldsiedlung ist greifbar. Fast alle Bewohner suchen im angrenzenden Wald nach Spuren. Sie werden von Beamten des zuständigen Polizeireviers unterstützt. Der Dienstpostenführer entschließt sich, noch am späten Nachmittag Verstärkung anzufordern.

Der Club ist meist gut besucht. Betreiber und Mitarbeiter unternehmen alles, um es den Gästen so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Mehrzahl der Swinger nimmt die Angebote gerne an. Es sind Leute, die einfach nur die Atmosphäre genießen, dabei ihre Phantasie ausleben, sich sehen lassen, oder sehen wollen.

Zu besonderen Öffnungszeiten erscheint ein anderes Publikum, besessene, die in besonderen Bereichen des Swinger-Clubs ihrer abartigen Neigungen nachgehen. Spezialservice mit nettem Spielzeug nennen sie es. Eine kleine, gemischte Gruppe betuchter, die hier ihren perversen Ideen, vom Veranstalter animiert, freien Lauf lassen. Wie üblich an diesem seit Jahren, in bestimmten Kreisen, bekannten Wochentag, liefern auch heute Nacht zwei Elternpaare, gegen Cash, ihre Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren, als Spielzeug, an die schon Wartenden, um sie nach zwei Stunden wieder abzuholen.

Die angeforderten Polizeikräfte beginnen Sonntags, bei Tagesanbruch, unterstützt durch eine Hundestaffel, mit der systematische Absuche des umliegenden Geländes. Aus der Luft werden sie durch den Einsatz eines Polizeihubschraubers, an bestimmte Merkmale geführt. Einfach nur helfen. Dies bewegt viele Menschen, sich an der Aktion zu beteiligen. Der Montag bringt keine greifbaren Ergebnisse. Mit Einbruch der Dunkelheit bricht die Einsatzleitung ab. Ein Polizeisprecher schließt zwischenzeitlich ein Verbrechen nicht mehr aus. Wechsel aus Hoffnung und Verzweiflung. Das Warten ist schlimm. Warum läutet das Telefon nicht. Natürlich tauchen die beiden wieder auf, was soll hier schon geschehen sein. Die sich gegenseitig aufbauenden Freunde und Eltern setzten auf das St. Florianprinzip. Natürlich passiert so was, man hört es im Radio und sieht es im Fernsehen. Aber doch nicht bei uns, hier in der Waldsiedlung.

8 Uhr Nachrichten, Radio 9. Guten Morgen liebe Hörer. Waldsiedlung: Die Suche nach den beiden seit vergangenem Freitag vermissten Mädchen, Anne und Emi, wird im Laufe des heutigen Montags intensiviert. Wie die Polizei mitteilt, konnte bisher noch keine Spur gefunden werden, schließt jedoch zwischenzeitlich ein Gewalt- oder Sexualverbrechen nicht mehr aus. Bagdad: Neuer Anschlag…….

Die Suche von mehr als 200 Polizeibeamten und 50 freiwilliger Helfer ergibt erste Hinweise. Dienstag 16.30 Uhr. Thor und dessen Frau, brechen nach der Überbringung der Nachricht durch die Polizei, völlig zusammen. Anni und Emi wurden tot im Wald verscharrt gefunden. Der Täter hatte beide Mädchen missbraucht, danach umgebracht und beseitigt.

W. Thor, der den freien Tag auf seine Art nützte, um sich zu vergnügen, kam pünktlich in die JVA zurück. Er ist der Bruder des Vaters von Anni und Emi. Sechs Jahre Haft wegen sexuellem Missbrauch von Kindern. In seinem früheren, an sich gut besuchten Swinger-Club, organisierte er „Spezialpartys“ bei denen sich exklusive Besucher, gegen gute finanzielle Gegenleistung, mit Kindern „unterhalten“ konnten. Nicht nur seine Geldgier und die Art mit Kinder „umzugehen“, brachte Ihn in das Gefängnis. Beim perversen „Spiel“ mit einem Kinderschänder, kam ein Mädchen ums Leben. Weil die Eltern des Kindes davon wussten, sich aber nicht darum kümmerten, der Täter ein hoch angesehener Mann des öffentlichen Lebens war und der Betreiber, W. Thor, Namen kannte, wurde die Tat so gut wie möglich vertuscht und mit finanziellen Mittel „ausgeglichen“. Der Kommissar Zufall deckte alles auf.

Es muss etwas geschehen. Eine Gesellschaft missbraucht ihr wichtigstes, ihre Kinder. Sie tötet sich selbst. Verrohung, was ist Moral und Ethik? Immer die anderen müssen diese Worte kennen, sie sollen sich danach richten. Warum ich? Sehe ich doch gar nicht ein, wieso auch ausgerechnet ich? Welche Verkommenheit lassen wir zu? Ein Volk von „Wegseher“. Ein Volk von „Feiglingen“. Nein, noch nicht, aber wir sind auf dem besten Wege.

Jede Menge Kinderschutzorganisationen, alle nehmen sich ernst, wichtig, sind immer für alle Informationen offen. Für Tipps, Hinweise oder Fragen. Sind dafür meist nicht zuständig, oder die zuständigen Mitarbeiter sind gerade nicht anwesend. Auf Seminar oder im Urlaub. In Interviews, geben sie sich zupackend, voller Elan und Tatendrang, plädieren für rasche Veränderungen. Werben um Spenden. Blicken oft, trotz klarer Worten überhaupt nicht durch, manche wollen nicht verstehen. Einige repräsentieren nur, andere halten die Schirmherrschaft, aber sonst den Mund. Unangenehm, alles was damit zusammenhängt. Abbildungen und Artikel in Zeitungen, unter der Überschrift „Wir tun was“. Bei Kontaktaufnahme versenden sie zuerst ein Beitritts- oder Spendenformular. Nicht zurück gesandt, nie wieder etwas von den Damen und Herren Kinderschützer gehört.

Die Presse, die Medien, erschütternde Berichte nach der Tat, Erklärungen, warum und wieso. Im Vorfeld, also präventiv, keine Bewegung, es besteht angeblich kein öffentliches Interesse wenn es um Kinder geht. Entsprechende Schreiben liegen den Thors vor. Ablehnung durch die zuständige Redaktion. Journalisten schleusen sich in  Pädophilie Kreise ein und stellen danach alles in ein merkwürdiges Licht. Wollen es Kinder so? Macht es Ihnen sogar Spaß? Sollten wir die Gesetze lockern? Hauptsache die wöchentlich erscheinende Zeitung hat Stoff für ihre Seiten. Verbrechen an Kinder sorgen für Schlagzeilen und steigern Auflagen, zumindest eine gewisse Zeit lang. Dann geht das Interesse verloren, bis zum nächsten Mal.

Nehmen Betroffene mit diesen Journalisten Kontakt auf, erhalten sie weder eine Chance, noch eine Reaktion. Denn sie haben sich bereits anderen Themen zugewandt. Warum die Prinzessin vom Königreich „XY“ nicht schwanger werden kann, oder wieso irgendein Promi plötzlich rote, statt blonde Haare trägt, sogar Busenvergrößerungen scheinen interessanter, als Kinderschicksale. Es ist ein Armutszeugnis einer sterbenden, moralfreien Gesellschaft, die sich offensichtlich in gewolltem, verdummten Zustand, den eigenen Niedergang finanziert und sich darin noch wohl fühlt.

Die Thors haben alles, genügend Schriftstücke, kennen Hintergründe und besitzen klare Beweise, auch Erfahrung mit allgemeiner Ignoranz und feigem Schweigen. Sie verfügen über Namen, die jahrelang gedeckt wurden, weil hinter den scheinheiligen Fassaden eines abscheulichen Doppellebens, nicht selten Leute stecken, die in ihrem Berufsleben andere, kleine Verkehrssünder zum Beispiel, als Verbrecher verurteilen. Andere wiederum laufen den ganzen Tag mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend, verweisen auf Recht und Ordnung, wechseln zu bestimmten Anlässen ihre Seele aus, um sie einer kranken Sexualität zu opfern. Informanten arbeiten in Clubs, Informationen über Kinderheime wurden gesammelt und ausgewertet, vor denen Nacht für Nacht schwarze Limousinen vorfahren. Kraftfahrzeugkennzeichen, Adressen, Telefonnummern und Kenntnisse über Grausamkeiten an Kindern. Über dieses Wissen gelangten die Thors zu einem, denkwürdigen,  weitreichenden Entschluss.

Jahre nach ihrem Unglück, nach dem grausamen Tod der Zwillinge, sind sie in der Lage, gewisse Dinge selbst zu regeln. Die überwiegend schlechten Erfahrungen mit Behörden und Kinderschutz-Organisationen führten sie dahin. Selbstjustiz? Wenn es nicht anders geht, dann ein klares ja. Vor allem jedoch recherchieren, aufklären, anprangern, offen legen und entsprechend zielgerichtet handeln. Das nachrichtendienstlich aufgebaute System erlaubt tiefe Einblicke hinter die Kulissen der scheinbar heilen Welt und deren Repräsentanten. Reißt Fratzen der Humanität vom Gesicht der Verlogenheit. Entlarvt falsche Onkels. Achtet auf bereits mehrfach, wegen der selben Delikte, vorbestrafte Täter in Verbindung mit heilungstheoretischen Gutachtern. Zeigt mit dem Finger auf die Mitschuld der Medien. Die neue Kraft nennt sich „Thors Zwillinge“ und wird sich viel anhören müssen, von Leuten, die gerne Täter zum Opfer machen, die wahren Opfer gleichzeitig als schuldig erkennen. Sie werden sagen, das was in den einzelnen Erzählungen alles geschieht, sei der Freibrief zur Selbstjustiz und fordern Mitleid für die Täter, oder eine zweite Chance. Wer gibt den toten Kindern eine weitere Chance?

Fortsetzung folgt: 2. Der Besuch 

 

 


 

 

 

 

 

 

 
 

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