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Themen    Archiv 18.04.2007    Blitznachrichten  Mental-Ray.net

 

Der Blick aus dem
Geheimen
 

Immer wieder von geheimen Organisationen gesprochen und über solche gerätselt, von undurchsichtigen Vereinigungen und deren Machenschaften. Die Journaille hat für Menschen, die sich solche Gedanken machen, inzwischen schon einen Terminus technicus gefunden, sie nennt sie: „Verschwörungstheoretiker“. Das ist selbstverständlich als Beschimpfung zu verstehen, denn genau so ist es gemeint. Nach offizieller sowie offiziöser Sicht auf die Welt kann es so etwas ja gar nicht geben, jedenfalls nicht in Westlichen Demokratien, wo es ja in allem und jedem auf das Allerbesten bestellt ist. Nehmen wir das einmal so hin.

Und richtig: Geheimbünde im klassischen Sinne sind die von den mehr oder minder gescheiten „Verschwörungstheoretikern“ als „Geheimorganisationen“ bezeichneten Gruppierungen allesamt nicht, denn wenn sie das wären, ahnte niemand von ihnen, wirklich niemand, also auch nicht die sogenannten „Verschwörungstheoretiker“. Weder Geheimdienste wie BND oder CIA noch Freimaurerlogen, Bilderberger oder irgendetwas von dieser, jener oder auch noch anderer Art, wovon Namen bekannt sind, ist ein Geheimbund. Was die Geheimdienste anbelangt, so erfüllen diese Aufgaben für ihre Vaterländer, und das ist prinzipiell durchaus ehrenhaft, sofern sie keine kriminellen Methoden anwenden. Doch so oder so sind diese Dienste zwar Formationen die auf geheime Weise im nationalen Interesse gewisse Tätigkeiten ausüben, aber keine geheimbündischen Organisationen. Da besteht nämlich ein erheblicher Unterschied. Die diversen Logen, Freimaurerformationen usw. haben in vergangenen Jahrhunderten in einigen Punkten geheime Strukturen aufgewiesen, der einzige echte Geheimbund aller Logen ist aber der Iluminaten-Orden von Adam Weishaupt gewesen, bzw. dieser war dahingehend angelegt. Bekanntlich wurde er enttarnt und zerschlagen, wie es scheint. Ganz auszuschließen ist aber vielleicht doch nicht, daß Adam Weishaupt viel klüger war als seine Gegner annahmen und auch heutzutage noch annehmen. Er könnte nämlich das getan haben, was über tausend Jahre zuvor schon ein paar besonders raffinierte gnostische Geheimbünde inszeniert hatten: einen vorgetäuschten Verrat, dadurch die gewollte Zerschlagung nach außenhin, damit sich die betreffende Gemeinschaft um so unauffälliger in stiller Bedeckung unerkennbar neu formieren und umso besser auswirken konnte. Die Griechen, die dergestalt vorgingen, rechneten mit dem Faktor Mensch, also damit, daß es früher oder später zur Entdeckung kommen würde. So kamen sie dieser zuvor, sie bestimmten dadurch gewissermaßen das Schlachtfeld und nutzten den Vorteil. Das ist lange her, und auch nur einzelne Gruppen waren so klug. Adam Weishaupt ist vielleicht nicht weniger klug gewesen, möglich oder auch nicht.

Alle anderen, die längst Namensschilder an den Türen ihrer Versammlungsräume befestigt haben, sind von echten Geheimbünden unendlich weit entfernt, auch wenn sie Dank reichlich finanzieller Mittel da und dort Einfluß ausüben können sollten.

Geheimbündelei ist verboten, Geheimbünde werden bekämpft. Das war schon immer so, in jeder Staatsform, es ist es auch heutzutage, in Republiken ebenso wie unter Tyrannei. Das ist auch völlig logisch, denn ein Geheimbund brauchte kein solcher zu sein, wenn seine Ziele nicht gegen die herrschende Staatsmacht gerichtet wären, entweder grundsätzlich oder zumindest in einzelnen Punkten, wobei in vergangenen Jahrhunderten mitunter weniger der Staat als die Kirche anvisierte Gegner war.

Wie steht es darum nun heutzutage? Wie wir schon sagten: In den Westlichen Demokratien, wo alle Menschen so vollkommen glückselig sind und von der herrschenden Klasse ausschließlich das Beste denken, wäre ein Geheimbund ganz überflüssig, wer sollte ihn bilden und wozu? Diesen Gedanken können wir also wohl aufgrund des zuvor Festgestellten aus unserem Denken streichen!

Stellen wir uns aber rein theoretisch einmal vor, es gäbe einige uneinsichtige Leute, die nicht verstehen wollen, daß es ja in allem und jedem gar nicht besser oder auch nur ebenso gut sein könnte wie es ist. Höchst unwahrscheinlich, aber nehmen wir es zwecks Durchspielens eines fiktiven Fallsjetzt einmal an. Wie könnte das aussehen.

Wie schon gesagt: Ein Geheimbund muß vor allem die Qualität besitzen, nicht als solcher bekannt zu sein, nicht einmal marginal – es gibt ihn für Außenstehende ganz einfach nicht. Da es in der Natur der Sache liegt, daß jedes Zusammenwirken von Menschen auf irgendeine Weise bemerkbar wird, muß der Geheimbund also in einem Wald verstecken, den man vor lauter Bäumen nicht sieht. Oder anders gesagt: Er erscheint nach außen hin als etwas anderes als er ist, wählt sich gewissermaßen eine Maskerade. Am günstigsten wäre es höchstwahrscheinlich, sich ein Kostüm auszusuchen, das harmlose Elemente dessen enthält, was dahintersteckt. So fiele auch nichts sonderlich auf, was anderenfalls Aufmerksamkeit erregen könnte.

Ein echter Geheimbund im klassischen Sinne wäre die „Kette“ aus dem Roman „Z-Plan“. In dem bald erscheinenden Roman, „Die ewige Mitternacht“ desselben Autors geht es im Hintergrund um einen geheimen Isais-Bund. Natürlich gibt es den nicht, aber rein theoretisch könnte es ihn geben. Dieser Geheimbund dringt nur selten bis zur Erkennbarkeit an die Oberfläche, eben so, wie es bei einem realen Geheimbund der Fall sein würde. Hier ist die Perspektive der Blick von außen, und dieser kommt über Ahnungen kaum hinaus, die Konturen des Geheimbunds bleiben unfassbar. Aber hat dieses sich sogar ein eigenes Vereinsgebäude erbaut und nennt sich offen, „Magischer Zirkel“. Das klingt nach einer Mischung aus Zirkus-Zauberkünstler und Amateur-Hokuspokus, mit einem Wort: Naiv und harmlos. Und sollte doch da oder dort jemand einen weitergehenden Hauch von Ahnung haben, so verfügt die geheime Gruppe über die nötigen Möglichkeiten, dies frühzeitig abzublocken.

Selbstverständlich: Solch einen Geheimbund gibt es nicht! Um sich das Modell aber vorstellen zu können, muß die Sicht von außen nach ihnen gerichtet sein, auf die unsichtbaren Wälle – und womöglich ein wenig hindurch, so wie der Mailänder Rechtsanwalt und der Hamburger Kriminalkommissar in der „Ewigen Mitternacht“, die Außenstehende sind und mit alledem nie in Berührung geraten wären, wenn nicht der Faktor Mensch sich in Gestalt einer dem Wahnsinn verfallenen Frau auf unberechenbare Weise ausgewirkt hätte, Wer will, kann das später lesen.

Zum Thema Geheimbünde paßt diese Geschichte als Beispiel so gut, weil hier deutlich wird, daß wir von etwas Ungreifbarem sprechen, das darum auch nicht unmittelbar zu beschreiben ist, sondern höchstens auf Umwegen.

 

All die Vereinigungen, die oft als „Geheimorganisationen“ bezeichnet werden, obwohl sie im Grunde keine sind, können verhältnismäßig leicht in greifbarer Gestalt dargestellt werden, und auch dies auch weitgehend zutreffend, oft bis ins Detail.

Bei einem echten Geheimbund wäre das niemals möglich.


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 
 

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